Die Dschungelkönigin hat auf die Devise „Sex sells“ gesetzt – und mit Mut und Ehrlichkeit überzeugt.

Melanie Müller
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dpa

Coolangatta. Mir nichts, dir nichts schluckt sie pürierten Buschschwein-Anus und Emu-Leber. Truthahn-Hoden und Schafhirn zerkaut sie im Nu.

Da die 25-jährige Melanie Müller aussieht wie der Versuch einer Marilyn-Monroe-Kopie, mag ihre Unerschrockenheit manchen RTL-Zuschauer überrascht haben.

Vielleicht ist der Sächsin gerade deshalb der Coup gelungen: Am Samstag gewann sie die achte Staffel des Dschungelcamps und verdrängte das lange Zeit als Favoritin gehandelte österreichische Model Larissa Marolt (21) auf den zweiten Platz.

Beim „Bachelor“ ließ sie den Mann kurz vor Ende abblitzen

Im deutschen Privatfernsehen ist die Wasserstoffblondine Melanie seit ihrer Teilnahme bei der RTL-Show „Der Bachelor“ vor einem Jahr bekannt, als sie den Verehrer kurz vor Ende abblitzen ließ. Da war ihre Porno-Vergangenheit schon kein Geheimnis mehr. Auch im Camp erzählte sie von den Höhepunkten ihres Online-Handels mit Sexspielzeug und gab kurz vor dem Finale preis, Liebeskugeln eingeschmuggelt zu haben.

Müller sprach im Camp auch über ihre Fehler

Die Tricks, um im Medienzeitalter Aufmerksamkeit zu erhaschen, hat sie drauf. Dass alle Welt jetzt ihr Sandmännchen-Tattoo auf der rechten Pobacke kennt und sie erst ruft, man möge ihr ein vergessenes Handtuch zum Tümpel bringen – dann aber nackt durchs kameragespickte Gebüsch huscht, ist wohl auch weniger Zufall.

„Ich durfte natürlich sein.“

Melanie Müller über ihre Zeit im Dschungelcamp

Melanie Müller ist gelernte Restaurantfachfrau und Barkeeperin. 2009 begann sie, als Erotik-Fotomodel zu arbeiten. Im letzten Jahr nahm sie bei der RTL-Show „Der Bachelor“ teil.

Im Dschungel verwies sie das österreichische Model Larissa Marolt auf Platz zwei und Moderator Jochen Bendel auf Platz drei.

Aber Melanie gab sich auch herrlich ehrlich: Viel habe sie in ihrem Leben schon falsch gemacht, sagte sie. Erzählte von ihrer kranken Mutter und dem zeitweise schlechten Verhältnis zwischen den beiden. Sie weinte wegen Heimweh und warb mit ihrem Plüschtier „Prinzessin Mäusekind“ im Arm um Anrufe.

Sie blieb sich treu – und war damit etwas Besonderes in der Besetzung 2014. Diese hatten viele gefeiert, weil die Teilnehmer schwer einzuschätzen waren: Larissa hatte ruckzuck den Stempel Nervensäge weg. Als sie aber die Lästereien der anderen ertrug, mauserte sie sich zur Favoritin.

Melanie gab zwar vor allem der tollpatschigen Larissa gegenüber den Ton an, organisierte deren Zigarettenkonsum und sagte ihr die Meinung – aber nicht von oben herab.

In den Prüfungen bewies sie Durchhaltevermögen

Wie stark sie ist, bewies die 25-Jährige in den Dschungelprüfungen. Auch wenn das Ekel-Image der Essensaufgaben schon lange bröckelt, zählen sie noch immer zu den größten Herausforderungen. Melanie zog das Los gleich zweimal. Und kaute – anders als ihre Mitstreiter. Stolz rief sie: „Wer hat die dicksten Eier? Ich habe die dicksten Eier!“

Melanie kämpfte und kokettierte dabei auch mit ihrer Herkunft. In Oschatz geboren, zog sie mit ihrer Familie früh nach Grimma. Heute lebt sie laut RTL mal in Leipzig, mal bei ihren Eltern und auf Mallorca.

Über den Dschungel sagte Müller, die aus ihren Silikon-Brüsten keinen Hehl macht: „Ich durfte natürlich sein. Das hat mir viel gegeben.“

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