Martin Kesici
Martin Kesici hatte Sehnsucht nach seiner Freundin. Foto: Frank Rumpenhorst

Martin Kesici hatte Sehnsucht nach seiner Freundin. Foto: Frank Rumpenhorst

dpa

Martin Kesici hatte Sehnsucht nach seiner Freundin. Foto: Frank Rumpenhorst

Berlin (dpa) - Doppelter Abgang, aber stabile Quoten beim RTL-Dschungelcamp: Nach dem Rocker Martin Kesici (38) hat am Freitagabend auch der Sänger Daniel Lopes (35) die Show «Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!» verlassen.

Die Zuschauer entschieden kurz vor Mitternacht per telefonischer Abstimmung, dass für den ehemaligen Teilnehmer der RTL-Show «Deutschland sucht den Superstar» Schluss ist. Camp-Kollege Kesici hatte das australische Lager, in dem seit 13. Januar elf mehr oder minder prominente Kandidaten hausten, zuvor freiwillig verlassen. Über die Gründe gab es Spekulationen.

Der Berliner Kesici begründete in der Sendung seinen freiwilligen Weggang damit, dass er nicht wie «ein Tiger im Käfig» eingesperrt sein könne. Er sei zu freiheitsliebend. Aber er habe lange nachgedacht, bis die Entscheidung stand.

Die «Bild»-Zeitung vom Samstag hatte eine andere Erklärung für seinen überraschenden Ausstieg: «Der Sänger, der von Anfang an keinen Bock auf das Camp hatte, wartete exakt bis zum Ende der Donnerstagnacht-Live-Übertragung. Danach stieg er sofort aus. Denn da hatte er die nächste Rate seines Honorars in der Tasche.» Ein RTL-Sprecher sagte am Samstag der Nachrichtenagentur dpa, zu Vertragsdetails äußere sich der Sender grundsätzlich nicht.

«Bild» schrieb, RTL staffele die Gage. Wer durchhalte, bis die ersten Kandidaten rausfliegen (Freitag), bekomme bei einem freiwilligen Ausstieg 75 statt nur 50 Prozent. Kesici sollen jetzt angeblich rund 23 000 Euro zustehen.

Der Deutschen Presse-Agentur erläuterte Kesici telefonisch sein Dschungel-Aus: «Das hat nichts mit dem Geld zu tun.» Ganz im Gegenteil: Er habe wahrscheinlich sogar auf ein bisschen Kohle verzichtet. Als Hauptgrund für seinen Ausstieg nannte er die Sehnsucht nach seiner Freundin: «Ich hab's einfach nicht mehr ausgehalten ohne sie.» Ein zweiter Grund sei die Enge des Camps.

Die Freitagabendausgabe von «Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!» verfolgten nach Senderangaben zwischen 22.15 Uhr und Mitternacht im Schnitt 6,55 Millionen Zuschauer (25,9 Prozent Marktanteil). Bei dem vom Privatfernsehen besonders begehrten Publikum zwischen 14 und 49 Jahren betrug der Marktanteil sogar 35,8 Prozent. Kein Rekordwert, aber das Niveau bleibt hoch.

RTL zeigte am Freitagabend noch, wie sich Ex-Tic-Tac-Toe-Sängerin Jazzy (36) und die TV-Moderatorin Ramona Leiß (54) in die Haare gerieten. «Sie macht nichts für die Gemeinschaft», mäkelte Jazzy. Leiß stritt sich auch mit Lopes und beschwerte sich über den «Kindergarten».

Brigitte Nielsen (48) musste erstmals in die Dschungelprüfung. Das Motto: Winterschlussverkauf. Unter anderem musste sie in die «Parfümabteilung», in der ihr stinkender Fischgeruch ins Gesicht gespritzt wurde. Die Schauspielerin nahm die Prüfung mit Humor und fragte Moderator Dirk Bach: «Willst Du mich küssen?» Bevor der überhaupt reagieren konnte, hatte er einen dicken Schmatzer auf dem Mund. Nielsen holte insgesamt fünf Sterne, die dem Team Extra-Essensrationen bescherten.

Weil jetzt bereits zwei Teilnehmer raus sind, statt, wie geplant, nur einer, bleiben RTL zwei Möglichkeiten: Entweder gibt es am 28. Januar ein Finale mit zwei statt drei Kandidaten, oder an einem der folgenden Tage wird keiner ausscheiden, damit in der letzten Sendung drei Mitspieler um den Titel «Dschungelkönig» kämpfen.

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