Die letzten September- und Oktoberwochen haben uns mit dem eher mittelmäßigen Sommer versöhnt. Wir wurden noch einmal mit wärmenden Sonnenstrahlen verwöhnt und konnten ein wenig sommerliches Lebensgefühl genießen. Damit scheint es nun jedoch endgültig vorbei zu sein.

Pünktlich zur Winterzeitumstellung am Wochenende hat endgültig der schmuddelige Teil des Herbstes Einzug gehalten. Temperaturen unter 10 Grad, Nebel, Nieselregen und sogar erster Schnee in den Höhenlagen zeigen ganz klar, dass T-Shirts, leichte Sommerkleider und Sandalen getrost beiseite geräumt werden können. Gleichzeitig bedeutet das, dass man sich wie jedes Jahr mit der Wintergarderobe auseinandersetzen muss. Die folgenden Zeilen sollen dabei helfen, die kalten Monate warm und gleichzeitig modisch zu überstehen.

Trends der Herbst- und Wintersaison 2014/15

Jacken und Mäntel Solange die Temperaturen noch nicht ganz im Keller sind und mehrere leichte Schichten im Zwiebellook ausreichen, führt in diesem Herbst kein Weg am Poncho vorbei. Es gibt ihn in allen vorstellbaren Formen und Farben. Bis vor einiger Zeit noch als umgewickelte Sofadecke für esoterisch angehauchte Hausfrauen verspottet, gehört er mittlerweile in den Kleiderschrank jeder modebewussten Frau. Alle, die nun überlegen, wie sie einen Poncho am besten alltagstauglich tragen können, finden in diesem Video Inspiration.

Sowohl in der Damen- als auch der Herrenmode sind Wollmäntel und Parkas die Favoriten an kalten Tagen. Bei Damenmänteln geht der Trend weg von den gedeckten Erd- und Grautönen der letzten Saison und hin zu knalligen Farben, die als fröhliche Farbtupfer durch die triste Herbstlandschaft hüpfen. In der Herrenmode bleibt die Farbauswahl hingegen mit dunklen Tönen eher konservativ.

Passen Wollmäntel gut zu Büro- und Abendoutfits, sind in der Freizeitmode sportlich geschnittene Parkas und Anoraks wie die Jacken des Hamburger Modelabels Kjuho angesagt, die man unter anderem bei Van Graaf bestellen kann. Wie schon in den letzten Jahren sind Parkas auch in dieser Saison ganz klassisch mit großen Kapuzen, Fell und geräumigen Taschen ausgestattet. Doch es gibt auch verspieltere Varianten mit zusätzlichen Verzierungen, Aufnähern und Drucken. Erlaubt ist, was gefällt. Es ist lediglich wichtig, dass die Jacke in Schnitt und Länge zur eigenen Figur passt.

Röcke und Hosen In diesem Bereich gibt es keine wesentlichen Änderungen zur Frühjahrs- und Sommermode. Schmal geschnittene, enge Jeans liegen nach wie vor für beide Geschlechter im Trend. Leichte Röcke und Kleider, die die Damenmode im Sommer dominiert haben, können mit dicken Strumpfhosen, einem klassisch schwarzen Rollkragenpullover und groben Boots auch ohne Weiteres im Herbst und Winter getragen werden. Wie es sich schon letztes Jahr andeutete, wird bei den Männern im Rahmen des modischen College-Trends die lange vernachlässigte Cordhose ein Revival erleben.

Schuhe und Accessoires Womit wir auch schon bei den Accessoires sind. In der Damenmode heißt der Trend ganz klar Bikerboots und feminine Schnürschuhe. Je nachdem, für welchen Anlass das Outfit zusammengestellt wird, kann man entweder mit schmalen Schnürschuhen einen damenhaften Look unterstreichen oder eben mit derben Boots ein klares Fashion-Statement setzen. Auch die Herren können in diesen Boots bequem und mit warmen Füßen durch den Winter stiefeln. Sie verleihen jedem Freizeit-Outfit die unangestrengte Lässigkeit, die absolut im Trend liegt.

Sportkleidung – Funktional und trotzdem schick

Einen Bereich der Wintermode haben wir jedoch bisher noch gar nicht berührt, dabei gewinnt er in den letzten Jahren immer mehr an Popularität – der Wintersport.

Wie die folgende Statistik zeigt, hat sich Deutschland inzwischen zu der Nation mit der größten Zahl an Skifahrern und Snowboardern weltweit entwickelt.

Statistik: Anzahl der Skifahrer und Snowboarder in den wichtigsten Ski-Nationen im Jahr 2013/2014 (in Millionen) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Kein Wunder also, dass sich unter den fast 15 Millionen Wintersportlern auch einige Modebewusste befinden, die mit quietschbunten Kombinationen und markanten Mustern, für die Wintersportmode bisher bekannt war, nicht so viel anfangen können.
In diesem Jahr tauchen deshalb vermehrt Kollektionen in dunklen und gedeckten Farben auf, die wesentlich dezenter und damit auch zeitloser sind. Denn nicht jeder Sportler hat die Lust und das nötige Budget, um sich jedes Jahr neu einzukleiden, weil er sich am auffälligen Design der letzten Saison sattgesehen hat.