Stephan Luca (l-r), Julia Brendler und Martin Gruber bei den Dreharbeiten zu der Fernsehproduktion «Manche mögen's glücklich» in Waldkirch bei Freiburg. Foto: Rolf Haid
Stephan Luca (l-r), Julia Brendler und Martin Gruber bei den Dreharbeiten zu der Fernsehproduktion «Manche mögen's glücklich» in Waldkirch bei Freiburg. Foto: Rolf Haid

Stephan Luca (l-r), Julia Brendler und Martin Gruber bei den Dreharbeiten zu der Fernsehproduktion «Manche mögen's glücklich» in Waldkirch bei Freiburg. Foto: Rolf Haid

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Stephan Luca (l-r), Julia Brendler und Martin Gruber bei den Dreharbeiten zu der Fernsehproduktion «Manche mögen's glücklich» in Waldkirch bei Freiburg. Foto: Rolf Haid

Hamburg (dpa) - Lina Baumann ist gern glücklich. Sie macht andere gern glücklich. Privat. Aber auch professionell. Da kümmert sie sich im Auftrag einer Agentur ums Glücklichsein von Menschen, die neu in der Stadt sind.

Und da das alles auch einen Titel braucht, verrät sie gleich zu Beginn, dass ihr Lieblingsfilm «Manche mögen's heiß» ist. So darf denn der von Florian Gärtner nach einem Drehbuch von Kerstin Oesterlin und Jessica Schellack inszenierte ARD-Film an diesem Freitag (20.15 Uhr) «Manche mögen's glücklich» heißen, so wenig er sonst mit Billy Wilders knalliger Travestie-Komödie gemein hat.

Zunächst scheint dort Lina mit dem Glück wenig Glück zu haben. Mit Medizinprofessor Markus Gärtner, der neu ans Klinikum Freiburg kommt, fällt ihr ein ausgesprochener Brummbär in die Hände. Einer, der jedem gleich mal seine Meinung ins Gesicht knallt. Leider auch dem steinreichen Herrn Hofmeister, bei dem einige Millionen für das geplante Herzforschungszentrum locker gemacht werden sollen. Und Lina Baumann geht daran, die zerbrochenen Scherben wieder zusammenzukitten.

Stephan Luca spielt den Professor, Heinz Hoenig ist nach längerer Pause mal wieder als Ekel mit Herz zu sehen. Und Julia Brendler hat die Lina übernommen, obwohl sie so viel von sich selbst in der Rolle nicht wieder fand: «Auch ich sehe andere gern glücklich, aber ich weiß auch, dass ich nicht für das Glück aller zuständig bin. Wer immer nur gibt und gibt und nicht auch mal an sich selber denkt, steht am Ende selbst leer da.»

Und diese Gefahr läuft auch Lina, die im übrigen ein kleines Genie beim Erfinden schlüssiger Ausreden für alles und alle ist. Das kann ihre Darstellerin schon eher nachvollziehen: «Man muss nicht jedem mit der Wahrheit ins Gesicht platzen, wenn es ihm nicht nützt und er nur verletzt wird. Da darf man denn auch mal zu einer kleinen Notlüge greifen.»

Gedreht wurde im winterlichen, wenn auch schneefreien und strahlend warmen Freiburg. Wahl-Berlinerin Brendler genoss das: «Berlin ist doch arg groß. Da freut einen der gelegentliche Wechsel in eine kleinere Stadt.» Ein Star im Ensemble: der Hund Buffy, im Film «Lady» getauft und erklärter Liebling vom Millionär Hofmeister. Nicht der von Professor Gärtner, der Hunde, nicht ausstehen kann. Dennoch leckt ihm Lady eine lange Szene hindurch hingebungsvoll die Hand. Kein Wunder: Darsteller Luca hatte die Hand mit hinreichend Leberwurst präpariert.

Am Ende, man ahnt es, ist der Brummbär nicht mehr ganz so brummig. Ob aber seine anfängliche Rabauken-Haltung auf Frauen vielleicht einen besonderen Reiz ausübt? Dazu lacht dann Julia Brendler: «Das kann ich mir vorstellen, so nach dem Motto: Den kriege ich schon hin.» Aber ihr selbst wäre das zu anstrengend: «Höchstens so zwei oder drei Tage lang. Dann würde ich denken: Nun brummele mal wo anders!»

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