Kosmetikexperten raten, im Alter lieber weniger Make-up zu nutzen - ein paar Falten sehen natürlicher aus als ein maskenhaftes, dickes Make-up. (Foto: Diagentur)
Kosmetikexperten raten, im Alter lieber weniger Make-up zu nutzen - ein paar Falten sehen natürlicher aus als ein maskenhaftes, dickes Make-up. (Foto: Diagentur)

Kosmetikexperten raten, im Alter lieber weniger Make-up zu nutzen - ein paar Falten sehen natürlicher aus als ein maskenhaftes, dickes Make-up. (Foto: Diagentur)

dpa

Kosmetikexperten raten, im Alter lieber weniger Make-up zu nutzen - ein paar Falten sehen natürlicher aus als ein maskenhaftes, dickes Make-up. (Foto: Diagentur)

Trier (dpa/tmn) - «Falten sind die Spuren des Glücks», heißt eine Weisheit von Konfuzius. Bitte nicht, antworten viele Frauen darauf. Sie wollen die Zeichen des Alters kaschieren. Das gelingt aber am besten mit möglichst dezentem, leichtem Make-up.

Gutes Aussehen ist keine Frage des Alters. Trotzdem sehen gerade reifere Frauen das Auftragen ihres Make-ups als eine tägliche Herausforderung: Kleine Fältchen und Pigmentflecken zu kaschieren, ohne maskenhaft auszusehen. Mit der richtigen Foundation, einem aufhellenden Concealer, etwas Puder, dezentem Rouge und einer auf die Bedürfnisse der Haut abgestimmten Pflegecreme lassen sich aber ein paar Jährchen wegschummeln. Gerade wenn nicht jede einzelne Falte aufwendig überdeckt wird.

Vielmehr sollten sich Frauen ab einem Alter von 50 Jahren dezent und stilsicher schminken, rät die Visagistin Heike M. Falkenstein aus Trier. «Je älter eine Frau ist, desto unschöner sieht kräftiges Make-up aus.» Die Augen dürften zwar betont, aber nicht überbetont werden, etwa mit tiefem Schwarz.

Falkenstein empfiehlt außerdem, beim Schminken der Lippen besonders gründlich zu sein. «Ab einem bestimmten Alter hat man Lippenfältchen, in die das Make-up schnell hineinkriechen kann.» Daher gelte: Je dunkler die Farbe ist, desto exakter müsse die Farbe aufgetragen werden.

Doch das beste Make-up sieht nur halb so gut aus, wenn die Haut vor dem Auftragen nicht ordentlich gepflegt wurde. Vor dem Schminken sollte das Gesicht deshalb mit einer Tagespflege eingecremt werden, sagt Falkenstein. «Eine Foundation sollte nie auf trockene Haut aufgetragen werden, weil sich sonst die Farbpigmente des Make-ups auf den abgestorbenen Hautzellen absetzen.»

Für reife Haut sei es aber wichtig, bei der Creme nicht nur auf Feuchtigkeit zu setzen, sondern zu Produkten zu greifen, die zusätzlich Lipide enthalten. «Die helfen der Haut, die Feuchtigkeit zu speichern», erläutert Falkenstein.

Die Foundation sollte dann nicht einfach aufgetragen, sondern sorgfältig in die Haut eingearbeitet werden. Peter Schmidinger, der Make-up-Experte vom VKE-Kosmetikverband in Berlin, rät zu Produkten mit mimetischen Pigmenten, die jeder Gesichtsbewegung folgen und sich daher nicht in den Fältchen absetzen.

Frauen mit leichten Hautunregelmäßigkeiten sollten flüssige Foundations nutzen. Stark unregelmäßige Haut brauche eher Kompaktpuder, der eine höhere Deckkraft habe, sagt Schmidinger. «Besonders schön sehen Foundations und Puder mit lichtreflektierenden Pigmenten aus, die die Falten ein wenig ausgleichen.»

Die Grundierung sollte nicht zu dick aufgetragen werden, sagt die Kosmetikerin Gabriela Herzig aus Berlin. «Sonst bröselt das Make-up ab und lässt ungleichmäßige Flecken entstehen.» Sie rät zu Produkten, die frei von Öl- und Fettzusätzen sind und mattieren. Nach dem Auftragen sollte die Foundation mit einem losen Puder fixiert werden, der das Licht reflektiert und die Haut porzellanartig erscheinen lässt, erläutert Schmidinger.

Die Augenpartien, die oftmals zuerst die Zeichen des Alters zeigen, sollten mit einem Concealer oder Lichtreflektor aufgehellt werden. «Pigmentflecken können mit einem deckenden Puder überschminkt werden», sagt Schmidinger. In keinem Fall sollten Frauen hierfür aber einen Abdeckstift verwenden, rät der Experte. Dieser lasse den Teint unruhig wirken.

Heike M. Falkenstein rät Frauen, nicht alles kaschieren und überdecken zu wollen. Es sei besser, zu seinen Fältchen und Pigmentflecken zu stehen, als maskenhaft auszusehen.

Die Expertin hat noch einen weiteren Tipp: Beim Rouge wählt sie statt einem knalligen Rot lieber einen zarten, pudrigen Ton. «Reifere Damen sollten mit dem Auftragen in der Mitte des Wangenknochens beginnen und es bis zu den Schläfen ausdehnen, weil ein betonter Wangenknochen das Gesicht jünger wirken lässt. Alles aber bitte dezent.»

Mit der richtigen Technik benötige sowieso keine Frau eine Menge Make-up, um fantastisch auszusehen, sagt Schmidinger. «Generell braucht es nur drei Schritte, um ein Gesicht deutlich harmonischer und damit ausdrucksstark aussehen zu lassen: Aufhellen, Rouge auftragen und die Brauen mit Augenbrauenpuder definieren.»

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer