Schwitzalarm: Wer so im Büro auftaucht, hat bei den Kollegen schlechte Karten. Foto: Mascha Brichta
Schwitzalarm: Wer so im Büro auftaucht, hat bei den Kollegen schlechte Karten. Foto: Mascha Brichta

Schwitzalarm: Wer so im Büro auftaucht, hat bei den Kollegen schlechte Karten. Foto: Mascha Brichta

dpa

Schwitzalarm: Wer so im Büro auftaucht, hat bei den Kollegen schlechte Karten. Foto: Mascha Brichta

Berlin (dpa/tmn) - Es ist Sommer, es ist warm. Alle schwitzen, einige müffeln. Manch einer hofft, mit einer ordentlichen Ladung Parfüm den unangenehmen Geruch unterdrücken zu können. Aber das ist sinnlos. Doch was hilft wirklich gegen üblen Schweißgeruch?

Bereits vorhandenen Schweißgeruch mit Deodorant oder Parfüm übertünchen zu wollen, ist keine gute Idee. Denn das nützt nichts. Auch Puder helfe nicht, erklärt Uta Schlossberger vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) in Berlin. «Das setzt sich nur oben drauf und bringt dann gar nichts.» Wer Schweißgeruch verhindern will, muss ihn bekämpfen, bevor er überhaupt aufkommt.

«Schweißgeruch entsteht dadurch, dass der frische Schweiß - der ja normal ist - zersetzt wird», erläutert die Hautärztin. Gerade im Sommer produziert der Körper vermehrt Schweiß, um sich abzukühlen. An den Stellen, an die nicht ausreichend Luft kommt - zum Beispiel an den Achselhöhlen -, setzen sich Bakterien ab. Sie erzeugen Stoffwechselprodukte, die riechen. Dabei gilt: je mehr Schweiß, desto mehr Bakterien und in der Folge stärkerer Geruch.

Damit es die Geruchsbildung wirklich unterbindet, muss das Deo deshalb vor dem Schwitzen aufgetragen werden. Ein Deodorant, das den Wirkstoff Aluminiumchlorid enthält, sorgt außerdem dafür, dass weniger Schweiß ausgestoßen wird. Schlossberger empfiehlt auch, das Achselhaar zu entfernen. Der Schweiß kann dann schneller trocknen. Auch das Tragen atmungsaktiver Kleidung sei sinnvoll, weil dadurch mehr Luft an den Körper kommt und Bakterien weniger Chancen haben, sich abzusetzen.

Wer schon geschwitzt und kein Deo aufgetragen hat, kann den Schweißgeruch noch vermeiden, wenn er sofort seine Achseln wäscht. «Klares, normales Wasser reicht dann schon», sagt Schlossberger. Bei starkem Schwitzen helfen zusätzlich spezielle Achselpads. Diese werden an der Innenseite der Kleidung angebracht und halten die Achseln trocken.

Bestimmte Stoffe verstärken die Schweißproduktion oder den unangenehmen Geruch. Wer Koffein, Nikotin oder Alkohol zu sich nimmt, schwitzt stärker. Laut Schlossberger sollte man auch bestimmte Nahrungsmittel wie Knoblauch und Zwiebel im Sommer eher meiden. Sie intensivieren den Eigengeruch, sagt die Medizinerin: «Das schwitzt man dann quasi wieder aus.»

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