Wanderschuhe
Mit dem richtigen Schuhwerk, gibt es auf der Wandertour garantiert keine unangenehmen Blasen.

Mit dem richtigen Schuhwerk, gibt es auf der Wandertour garantiert keine unangenehmen Blasen.

dpa

Mit dem richtigen Schuhwerk, gibt es auf der Wandertour garantiert keine unangenehmen Blasen.

München (dpa/tmn) - Überknöchelhoch, aus Funktionsmaterial und mit Profilsohle: So sehen geeignete Allroundschuhe für Wander-Einsteiger aus. Was Wandererneulinge beim Schuhkauf noch beachten müssen, erfahren sie hier.

Der Allroundschuh für Wander-Einsteiger: «Damit kommt man zwar nicht auf die Zugspitze, aber ganz schön weit», erklärte Andrea Händel, Sprecherin des Deutschen Alpenvereins (DAV) in München. Überknöchelhoch, aus Funktionsmaterial und mit Profilsohle sollte er sein. Wichtig sei außerdem, dass sich der Schuh gut schnüren und somit an den Fuß anpassen lässt. Steigeisenfeste Bergstiefel brauche ein Anfänger dagegen nicht.

Wer nur auf Wald- und Forstwegen wandern will, kommt sogar mit nicht knöchelhohen Trekkingschuhen aus. «Man tut sich auf leichten Wanderungen keinen Gefallen, wenn man schwere Stiefel trägt», sagte Händel. Andererseits bekomme man mit leichten Trekkingschuhen im Hochgebirge Probleme: Durch die weiche Sohle sind Steine zu spüren, die Knöchel sind nicht geschützt, wenn sie gegen den Fels prallen - und man knickt damit leichter um. «Es lohnt sich, mindestens zwei Paar Wanderschuhe im Keller zu haben», empfahl Händel.

Einige Ratschläge gelten grundsätzlich beim Wanderschuh-Kauf. Zum Beispiel, dass ohne Profilsohle gar nichts geht: «Auch auf leichten Wanderungen kann es schnell nass und rutschig werden», warnte Händel. Außerdem sollte jeder Wanderschuh wasserdicht und atmungsaktiv sein. Die DAV-Sprecherin riet deshalb zu Schuhen aus Funktionsfasern: «Wenn Sie einen Funktionsschuh in die Sonne stellen, trocknet er in einer Stunde.» Lederschuhe brauchten deutlich länger. Außerdem sei es aufwendiger, einen Lederschuh zu pflegen.

Es spricht also vieles für die Funktionsfaser - außer wenn man ins Hochgebirge aufsteigen will. Dann sei Leder stabiler, sagte Händel. Ihre Faustregel: «Je hochalpiner das Gelände ist, desto robuster sollte das Material sein.»

Bei der Auswahl eines Modells sollten sich Wanderer Zeit nehmen. Händel empfahl, infrage kommende Schuhe in einem Parcours des Sportgeschäfts, der unterschiedliche Untergründe simuliert, in Wandersocken probezulaufen. «Beim Abwärtsgehen darf der Fuß nicht nach vorne rutschen. Er darf vorne an den Zehen leicht zu spüren sein, aber nicht drücken.» An der Ferse und am Fußrücken sollte der Schuh eng anliegen.

Wer nach der ersten Tour bemerkt, dass der neue Schuh an einzelnen Stellen stark drückt, kann ihn im Fachgeschäft nachträglich weiten lassen. «Individuelle Einlegesohlen können viel zur guten Passform beitragen», erklärte Händel. Ideal sei es, wenn das Geschäft erlaubt, neue Bergschuhe nach Hause mitzunehmen und einige Stunden im Wohnzimmer zu tragen.

Ein gutes Paar Bergschuhe kann eine Investition für viele Jahre sein - wenn es richtig gepflegt und gelagert wird. Als Zubehör sollte man sich eine Dreckbürste und Imprägnierspray einpacken lassen. Wird der grobe Dreck nicht nach jeder Tour abgeschrubbt, setzt er sich in den Poren des Schuhs fest, «und das Material ermüdet schneller», warnte Händel. Auch Imprägnierspray verlängert die Haltbarkeit eines Wanderschuhs, indem es seine wasserabweisende Funktion erneuert.

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