Vierte Teil der «Biss»-Serie
Vampir-Geschichten haben ihren Zenit überschritten. Autorin Stephenie Meyer setzt ihre «Biss»-Serie dennoch fort. Im Februar 2011 erscheint der vierte Band.

Vampir-Geschichten haben ihren Zenit überschritten. Autorin Stephenie Meyer setzt ihre «Biss»-Serie dennoch fort. Im Februar 2011 erscheint der vierte Band.

Carlsen Verlag/dpa

Vampir-Geschichten haben ihren Zenit überschritten. Autorin Stephenie Meyer setzt ihre «Biss»-Serie dennoch fort. Im Februar 2011 erscheint der vierte Band.

Bochum (dpa) - Blut, Knoblauch, spitze Eckzähne: Bücher und Filme rund um Vampire - wie die «Twilight-Saga» - brechen weltweit Verkaufsrekorde. Die Untoten haben schon immer fasziniert, sagt die Filmwissenschaftlerin Sophie Einwächter. Aber: Die Welle wird vorübergehen.

Die Welle der erfolgreichen Vampirgeschichten in Büchern und Filmen wird nach Ansicht von Experten bald wieder abebben. «Die Interpretationsmöglichkeiten des Motivs sind im Moment ein wenig überstrapaziert, deswegen wird sich das wahrscheinlich in absehbarer Zeit wieder legen», sagte die Filmwissenschaftlerin der Universität Bochum, Sophie Einwächter. «Es bräuchte dann wieder einen neuen, ganz anderen Vampir, um damit kulturwirtschaftlich erfolgreich zu sein.»

Bücher, Filme und Serien hauptsächlich aus den USA - wie die «Twilight-Saga» der Autorin Stephenie Meyer, die Fernsehserien «True Blood» und «Vampire Diaries», oder die «House of Night»-Buchreihe des Mutter-Tochter-Autorengespanns Kristin und P.C. Cast - haben in den vergangenen Jahren weltweit Millionen von Fans begeistert und zahlreiche Verkaufsrekorde gebrochen. «Allein die Twilight-Saga hat sich weltweit 100 Millionen Mal verkauft und entsprechend groß ist die Zahl der Menschen, die im Internet regelmäßig darüber schreiben, sich austauschen und das Phänomen so weiter befördern», sagte Einwächter. «Aktuell ist das omnipräsent, weil es auf so vielen medialen Kanälen abläuft. Das ist natürlich ein enormer wirtschaftlicher Faktor.»

Das Motiv des Vampirs sei allerdings uralt. «Manche Forscher argumentieren, dass es schon in vorbiblischer Zeit vorkam und auch in der Bibel soll es eine Vampirgestalt geben. Am bekanntesten ist aber natürlich Bram Stoker's Dracula.» Über die Jahre wandelte sich das Motiv und passte sich an die jeweiligen Zeiten an. «Heute sind die Vampire eben an der Highschool, fahren schnelle Autos und tragen schicke Klamotten.» Grundsätzlich fasziniere der Vampir in seiner Rolle als Außenseiterfigur, die immer anders und oftmals rebellisch ist. «Aktuell liest man aber vor allem von Vampiren, die ihre Bedürfnisse regulieren, um sich der Gesellschaft anzupassen. Das passt zum Integrationsdiskurs und ist hochaktuell.»

Unter dem Motto «Letting the Vampire in» haben sich Wissenschaftler aus Europa und den USA während einer zweitägigen Tagung an der Universität Bochum in dieser Woche mit den untoten Blutsaugern beschäftigt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer