Westernoptik am Damenfuß ist im kommenden Herbst und Winter ausdrücklich erwünscht. Foto: Jan Woitas
Westernoptik am Damenfuß ist im kommenden Herbst und Winter ausdrücklich erwünscht. Foto: Jan Woitas

Westernoptik am Damenfuß ist im kommenden Herbst und Winter ausdrücklich erwünscht. Foto: Jan Woitas

Daneben darf es ruhig kräftig glänzen, wie diese Pumps beweisen. Foto: Jan Woitas

Wild und edel zugleich: Punk, Edelpunk, Grunge bis hin zu Gothic prägen die neue Schuhmode. Foto: Jan Woitas

Der modische Mann steht in seiner Freizeit auf Boots wie diesen hier links im Bild. Ist er jedoch geschäftlich unterwegs, bleibt er besser beim Halbschuh. Foto: Jan Woitas

Lichtblicke: Schuhe in Gold dürfen es wieder sein. Auch Fransen, Schnallen oder Nieten am Fuß machen sich gut. Foto: Jan Woitas

dpa, Bild 1 von 5

Westernoptik am Damenfuß ist im kommenden Herbst und Winter ausdrücklich erwünscht. Foto: Jan Woitas

Leipzig (dpa) - Die Aussichten für den kommenden Herbst und Winter sind vorwiegend düster - das gilt zumindest für die Schuh- und Taschenmode. Dort hält Schwarz als bevorzugte Farbe wieder Einzug. Es darf aber auch glitzern und glänzen.

Auch wenn Schwarz eigentlich gar keine Farbe ist, so setzt es doch den Farbtrend für die diesjährige Herbst- und Wintersaison bei Schuhen und Taschen. «Schwarz zeigt sich in diesem Winter selbstbewusster als je zuvor», umreißt es die Modeexpertin Claudia Schulz vom Deutschen Schuhinstitut (DSI). Schuhe und Taschen kommen in eher gedeckten Farben daher, wirken «düster, mystisch, manchmal sogar fast morbide», wie Schulz bei der Vorstellung der Trends in Leipzig sagte.

Allerdings bedeute dies nicht, dass nicht auch freundlichere Farben auftauchen - insbesondere bei den Pumps sind warme Farbtöne durchaus zu finden. Im Großen und Ganzen werden die bunten Farben der vergangenen Saisons nach Angaben der Expertin abgelöst von dem dunklen Trend. Schwarz erlebe ein Comeback, sagt Schulz. Hinzu kommen schwarznahe Farben, die heller wirken können, wie etwa Smaragdgrün.

Echte Lichtblicke wird es jedoch durchaus geben: Edelsteinfarben wie Rubin oder Saphir können bunte Kontraste setzen, auch Gold wird wieder getragen. Bei den Materialien kann der Wechsel von Matt- und Glanzeffekten für Hingucker sorgen. Und es darf gestrahlt werden: «Es wird wieder eleganter, die Schuhe glänzen.»

Für die Damenwelt wird es rockig. «Punk, Edelpunk, Grunge bis hin zu Gothic» prägen Schulz zufolge die Wintermode. Gut im Rennen liegen für sie knöchelhohe Booties zum Schnüren, außerdem kommen Anregungen aus Richtung Motorrad- und Westernstiefel. Dabei dürfen Attribute wie Fransen und Nieten nicht fehlen.

Diese finden sich auch häufig an den Handtaschen der Saison, die zudem weniger voluminös ausfallen als ihre Vorgänger. Bei den Taschen gebe es quasi zwei Lager: Neben opulent verzierten Modellen sind auch sehr schlichte Oberflächen angesagt, bei denen vor allem die verwendeten Materialien zur Geltung kommen sollen. Viele Metallteile werden in Gold gehalten.

Neben Pumps, Stiefeletten und Sneakers sollen auch Langschaftstiefel die Blicke auf sich ziehen. Die Schäfte sind dabei sehr gerade gestaltet, wobei edle Materialien zum Einsatz kommen. Details wie Wappen-Prints oder farbige Schaftabschlüsse sollen die klassisch-edle Anlage der neuen Modelle unterstreichen.

Für den Herrn bleibt im Business-Bereich der Halbschuh das Maß der Dinge. In der Freizeit steht der modische Mann dagegen ebenfalls auf Boots. «Knöchelhoch, in rustikalen Varianten», kündigt Schulz die Wintermode an. Dabei seien auch gefütterte Ausfertigungen erlaubt, so dass Mann auf dem Fußballplatz keine kalten Füße bekommt.

Jahr für Jahr kommen laut DSI-Geschäftsführer Manfred Junkert in Deutschland rund 380 Millionen Paar Schuhe auf den Markt. In Deutschland selbst werden etwa 30 Millionen Paar gefertigt, der Rest - auch von deutschen Herstellern - kommt aus dem Ausland. Asien beherrsche inzwischen den Weltmarkt: 80 Prozent aller weltweit gefertigten Schuhe kommen laut Junkert von dort, allein China stelle 60 Prozent der Weltproduktion.

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