Wunderkind bei der Paris Fashion Week
Wolfgang Joop mixt bei seiner Wunderkind-Kollektion für Herbst und Winter 2014/15 Edles mit Sportlichem. Foto: Etienne Laurent

Wolfgang Joop mixt bei seiner Wunderkind-Kollektion für Herbst und Winter 2014/15 Edles mit Sportlichem. Foto: Etienne Laurent

Der Designer kombinierte exakt geschnittene Mäntel mit zart bedruckten Kleidern und knielangen Streifen-Leggings. Foto: Etienne Laurent

Etwas Besonderes sind die Kleider, deren Pailletten einer Blütenwiese ähneln. Foto: Etienne Laurent

Weinrot ist die bestimmende Farbe bei Elie Saab. Foto: Yoan Valat

Für den Libanesen trägt Frau im Herbst und Winter 2014/25 Hosenanzüge aus Wolle. Foto: Yoan Valat

Ein weiterer Trend von Elie Saab: lange Kleider und Blütendruck auf schwarzem Grund. Foto: Yoan Valat

Steghosen, Parkas mit großen Kapuzen, dicke Strickpullover und sehr kurze Kleider - diese Entwürfe prägen die Kollektion von Stella McCartney. Foto: Hendrik Ballhausen

dpa, Bild 1 von 7

Wolfgang Joop mixt bei seiner Wunderkind-Kollektion für Herbst und Winter 2014/15 Edles mit Sportlichem. Foto: Etienne Laurent

Paris (dpa) - Wolfgang Joop zeigt bei den Pariser Pret-à-Porter-Schauen Hingucker - für ihn scheint es modisch aufwärtszugehen. Außerdem angesagt für den kommenden Winter: Weinrot und Blütenmuster.

Der deutsche Designer Wolfgang Joop ist bei den Pariser Pret-à-Porter-Schauen (25.2. bis 5.3.) zu alter Form aufgelaufen. Nach einer etwas enttäuschenden letzten Saison stellte der Modemacher am Montag (3. März) seine Wunderkind-Kollektion für Herbst und Winter 2014/15 vor und tat das, was er am besten kann: Stoffe und Stile mixen und Edles mit Sportlichem kombinieren. Exakt geschnittene Mäntel waren aus verschiedenen Anzugstoffen zusammengesetzt und teils mit gefärbtem Pelz besetzt oder kostbar bestickt. Diese kombinierte Joop (69) mit zart bedruckten Kleidern über knielangen Streifen-Leggings. Als Hingucker der Kollektion dienten Kleider, deren Pailletten das Motiv einer Blütenwiese formten.

Der Libanese Elie Saab setzte auf einen Komplettlook und zeigte weite, lange Capes zu Hosenanzügen aus Wolle ganz in Weinrot oder mit einem Blütendruck auf schwarzem Grund. Vorne hochgeschlossene lange Kleider gewährten im Rücken durch weite Ausschnitte tiefe Einblicke.

Mode für Frauen in Bewegung hatte die Britin Stella McCartney schon am Morgen gezeigt. Die Entwürfe wirkten sportlich mit Steghosen im Stil von Skikleidung, Parkas mit großen Kapuzen, dicken Strickpullovern und sehr kurzen Kleidern, die wie Turnhemden geschnitten waren. Ovale Formen, goldene Reißverschlüsse als wellenförmige Verzierungen und aufgestickte Bänder in Smaragd, Weinrot oder leuchtendem Blau ließen die Models bei dieser starken Schau dennoch feminin wirken.

Der Schweizer Designer Albert Kriemler hatte in seiner am Sonntag gezeigten Akris-Kollektion mit fotografischen Motiven des Künstlers Thomas Ruff gearbeitet, darunter dessen «ma.r.s.»-Serien von 2010. Luftige Seidengeorgette-Kleider mit Fotodruck, creme-schwarz bedruckter Pelz und weiche schmale Hosen oder eine dreidimensionale Stickerei aus dunkelgrün schimmerndem Plexiglas wirkten lässig. Ruff war in der Schau und sagte: «Dies ist etwas ganz Eigenständiges (...) Ich bin nur eine Art Quelle.»

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer