Farbtupfer werden wie bei der Kollektion «holy Ghost» lediglich durch Accessoires wie eine Rose gesetzt.
Farbtupfer werden wie bei der Kollektion «holy Ghost» lediglich durch Accessoires wie eine Rose gesetzt.

Farbtupfer werden wie bei der Kollektion «holy Ghost» lediglich durch Accessoires wie eine Rose gesetzt.

Farblich hält man sich im Herbst zurück. Schwarz und Grau dominieren unter anderem bei der Designerin Sabine Mescher.

Kurz und figurbetont: Diesen Kleidertrend hat auch Designerin Dora Abodi auf der «CPD Signatures» aufgegriffen.

Als neuer Trend kommen im Herbst die Hemdblusen dazu.

Ansonsten bleibt bei Hosen die Röhre angesagt.

Bequem und dennoch elegant wird die Mode im Herbst. Dazu gehören für die Designerin Krizia Robustella warme Karo-Schals und Marlene-Hosen.

dpa, Bild 1 von 6

Farbtupfer werden wie bei der Kollektion «holy Ghost» lediglich durch Accessoires wie eine Rose gesetzt.

Düsseldorf (dpa) - Bürgerlichkeit ist cool - zumindest in der neuen Herbstmode, die auf der Fachmesse CPD Signatures vorgestellt wird. Statt ausgewaschener Stoffe und üppiger Dekoration geht der Trend zu einer neuen Schlichtheit.

«In der Mode spiegelt sich deutlich wider, dass wir aus der Wirtschaftskrise herauskommen», sagt der Chef des Deutschen Modeinstituts (DMI), Gerd Müller-Thomkins. «Die Kleidung wird wertiger und bleibt gleichzeitig entspannt.» Trends für Herbst und Winter 2011/12 sind derzeit in Düsseldorf zu sehen. Dort begann am Sonntag die Fachmesse CPD Signatures (6. - 8. Februar) mit 450 Ausstellern, und auch abseits des Messegeländes zeigen zahlreiche Hersteller ihre neuen Kollektionen.

Weiche Materialien wie Wolle und Jersey stehen für Entspannung. Bequem soll es sein, aber gleichzeitig ordentlich, ja fast elegant. Modeexperten sprechen von einer «neuen Angezogenheit». So bekommen bei den Damen Blazer ein stärkeres Gewicht - jetzt allerdings aus Wolle oder Strick. Sie müssen nicht mehr unbedingt kurz und knapp sein, sondern können durchaus in Gehrocklänge oder als Zweireiher getragen werden.

Dazu passen Hemdblusen, die jetzt auch wieder in die Hose gesteckt werden - einfarbig oder mit Karo-Muster. Die Pullover werden länger und etwas weiter. Strick bleibt dabei angesagt - egal ob grob oder fein. «Es geht weniger um Neuerfindungen oder Moderevolutionen, sondern darum, das bereits Bekannte zu pflegen und zu modifizieren», erläutert Alexander Radermacher, Trendexperte der CPD Signatures.

Bei den Hosen dominieren zwar nach wie vor schmale Formen bis hin zur Röhre. Aber weitere Formen wie Marlene-Hosen sind wieder im Kommen. Neben der Jeans bleibt die Chino - die lässige Baumwollhose - beliebt. Röcke und Kleider sind taillenbetont, überwiegend gerade geschnitten und enden meist oberhalb des Knies.

Auch bei den Farben setzt die Mode auf Schlichtheit und Reduktion. Schwarz, Grau in allen Schattierungen, Beige und Braun bilden die Grundlage. Farbtupfer werden hauptsächlich durch Accessoires wie Schals, Mützen oder auch Strümpfe gesetzt.

«Die Basis aller Outfits sind starke Einzelteile, die man auf vielfältige Weise miteinander kombinieren kann», erläutert Müller-Thomkins. «Sie stehen für die unterschiedlichen Facetten der Persönlichkeit eines Menschen.»

Bei den Herren baut der neue Look zum Winter sich ganz klar auf, so das DMI: «Unten die robuste Chino, Cargo oder Wollhose, dazu ein kerniges Hemd, Strick und Sakkos, die kariert, tweedig oder aus Jersey sein dürfen.» Zwingend dazu gehören demnach knöchelhohe Schuhe sowie Schals oder Wolltücher.

Die «CPD Signatures» wird zum ersten Mal veranstaltet. Sie löst die traditionsreiche Messe CPD ab, die in den vergangenen Jahren zunehmend Aussteller und Besucher verloren hatte. «Die alte CPD hatte sich überlebt», sagte Mirjam Dietz, Mode- Geschäftsführerin beim Veranstalter Igedo, im Vorfeld der Messe der dpa. «Wir haben auf dem Reißbrett eine komplett neue Veranstaltung entworfen.»

Die «CPD Signatures» präsentiert nun vorwiegend junge, unbekanntere Designermarken. Wichtigstes Ziel sei es, mehr ausländische Einkäufer anzulocken und so zur «zentralen internationalen Plattform am Modestandort Düsseldorf» zu werden.

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