Eine Frau in einem Brautkleid in St. Petersburg
Aufwendig genäht und doch nur einen Tag: Das Brautkleid. Foto: Marcus Brandt

Aufwendig genäht und doch nur einen Tag: Das Brautkleid. Foto: Marcus Brandt

dpa

Aufwendig genäht und doch nur einen Tag: Das Brautkleid. Foto: Marcus Brandt

Berlin (dpa/tmn) - Ein Brautkleid dient häufig nur einem Zweck: die Braut einen Tag lang strahlen zu lassen. Dafür wird viel Geld in die Hand genommen. Und genau hier liegt für viele Bräute das Problem.

Sie wollen nicht Hunderte Euro für ein Kleidungsstück ausgeben, das sie dann nur einen Tag lang tragen. Für sie gibt es Möglichkeiten:

Färben: Nach dem großen Tag lassen sich Brautkleider einfärben und können auf diese Weise für weitere festliche Events passende Outfits werden. Aber: Nicht alle Stoffe lassen sich gut einfärben. Natürliche wie Seide und Baumwolle seien dafür besser geeignet als synthetische, sagt Marie-Theres Fischert. Sie ist Inhaberin von «la petite Marie», einer Maßschneiderei für Brautkleider und Damenmode in Berlin. Nur sind selbst bei einem Seidenkleid die Nähte oftmals aus Synthetik - beim Färben kann das zu ungleichmäßigen Ergebnissen führen. Fischert rät, eine kleine Probe des Stoffes vorab vom Profi färben zu lassen. So sieht man, ob sich das komplette Kleid einfärben lässt.

Ändern: Umschneidern lässt sich das Brautkleid leichter, wenn es nicht so üppig ist. Je romantischer das Kleid ist, je mehr Stoff, je mehr Drapierungen es hat, desto schwieriger werde es, ein schlichtes Kleid daraus zu machen, das als Cocktailkleid durchgeht, sagt Fischert. Relativ leicht lässt sich einem schlichteren Kleid zum Beispiel die Schleppe abnehmen oder der Rock kürzen. Momentan sind außerdem weiße Spitzenkleider sehr angesagt - wer sich ein schlichtes Hippie-Brautkleid ausgesucht hat, kann es vielleicht auch ohne Änderungen, nur mit neuer Kombination etwa mit Gürtel und Jeansjacke, noch einmal tragen. Eine weitere Möglichkeit: Das Brautkleid besteht aus mehreren Teilen, zum Beispiel Body und Rock. Dann lässt sich der Body auch später schick mit einer Hose kombinieren oder der Rock mit einem hübschen Oberteil.

Aufbewahren für Tochter oder Enkelin: Das Kleid kann auch einen zweiten Nutzen bekommen, wenn Tochter oder Enkelin es später tragen wollen - oder zumindest Teile davon in ihrem eigenen Kleid integrieren möchten. So tragen sie am großen Tag auch gleich etwas Altes und Geborgtes. «Das finde ich auch total romantisch», sagt die Schneiderin.

Dekorieren: Manchmal kann das Brautkleid auch eine neue Verwendung finden, selbst wenn es nicht getragen wird: als Deko nämlich. «Dann hängt man es hin und träumt noch eine Weile.» Oder man dekoriert es auf einer Puppe.

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