Interview: Jungstar Zac Efron führt im Film seinen nacktem Oberkörper vor, aber predigt zugleich sexuelle Enthaltsamkeit.

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Zac Efron: „Meine Fehler haben mich weitergebracht.“

Zac Efron: „Meine Fehler haben mich weitergebracht.“

dpa

Zac Efron: „Meine Fehler haben mich weitergebracht.“

Los Angeles. Die Draufgänger sind verschwunden, Eroberer aus der Mode, wilde Kerle will keiner mehr. Heute sind Jungstars wie Zac Efron angesagt - mit sanftem Blick und halblangem Wuschelhaar. In seinem Film "17 again", der am Donnerstag anläuft, bleibt der 21-Jährige seinem Rollentypus treu: Er ist attraktiv und begehrt, darf auch seinen makellosen nackten Oberkörper zeigen.

Zugleich muss er aber seine Mitschüler davon überzeugen, dass sexuelle Neugier ein Übel und Keuschheit der einzig wahre Weg ist. Diese Zurückhaltung gilt aber nicht für Stimmbänder. Auf welchem roten Teppich Efron sich auch immer zeigt, bringt er hunderte von Fans zur unüberhörbaren Verzückung.

Zac Efron, wie kommen Sie mit dem unglaublich lauten Kreischen ihrer Fans am Roten Teppich klar? Hat Ihr Gehör noch nicht darunter gelitten?

Efron: Ich habe in eine gute Gehör-Versicherung investiert. Nein, das ist natürlich ein Scherz. Also, man kann sich nicht so recht dran gewöhnen. Aber das ist trotzdem großartig, mit all den Fans. Der beste Teil ist, wenn man Erwachsenen zusieht, die das nicht so kennen. Wenn du 40-jährige Fotografen beobachtest, denen der blanke Horror in Gesicht geschrieben steht. Das ist wirklich amüsant.

Die Hauptfigur von "17 again" glaubt, einen Fehler begangen zu haben - und bekommt eine zweite Chance. Haben Sie Fehler begangen, für die Sie gern eine zweite Chance hätten?

Efron: Absolut, Fehler macht doch jeder. Viele Menschen kommen nicht über ihre Fehler hinweg. Aber das ist die Botschaft des Films: Das solltest du nicht tun, du solltest nicht in der Vergangenheit leben. Die größten Fehler, die ich gemacht habe, brachten mich trotzdem dorthin, wo ich heute bin. Fehler machen dich zu dem, der du bist.

Nach "High School Musical" sind Sie erneut als Frauenschwarm an einer Schule zu sehen. Was hat Sie an "17 again" gereizt?

Efron: Die Rolle bringt mich wirklich weiter: Ich war zwar wieder an einer High School, aber meine Filmfigur war innerlich ganz weit weg von der Schule. Ein Vater hinter der Maske eines Jugendlichen - das war für mich eine einzigartige Erfahrung. Als junger Mann einen älteren Vater zu spielen, das war wie eine Einladung dazu, mich vor der Kamera so richtig daneben benehmen zu können.

Sie spielen einen Frauenschwarm, der eine flammende Rede für sexuelle Enthaltsamkeit hält und demonstrativ Kondome wegwirft. Wie realistisch ist das?

Zachary David Alexander Efron wurde am 18. Oktober 1987 im kalifornischen San Luis Obispo geboren. Mit elf Jahren wurde sein Gesangstalent entdeckt, seit seinem 15. Lebensjahr spielt er in TV-Serien. Er gehört zu den am besten verdienenden Jungschauspielern in Hollywood. Zu Galas geht er meist mit Vanessa Anne Hudgens (20), seiner Kollegin aus den High School Musical-Filmen.

In "17 again" spielt Zac Efron den frustrierten 37-jährigen Mike, der über Nacht wieder 17 wird. Nun geht er zurück zur High School und kann ausprobieren, ob er die Fehler der Vergangenheit vermeiden oder alles wieder so machen würde.

Efron: Ich glaube schon, dass das realistisch ist. Hmmh, wie sage ich das nun, ohne dass ich in Schwierigkeiten komme? (lacht) Ich spiele an dieser Stelle im Film ja einen Familienvater - und der kam da eben zum Vorschein.

Sie wurden in kurzer Zeit zum Hollywoodstar. Gibt es eine goldene Regel, um auf dem Boden zu bleiben?

Efron: Dafür gibt es natürlich keinen Leitfaden. Es hängt davon ab, was du für ein Mensch bist. Es ist wichtig, dass du an dich glaubst und gute Freunde hast. Behandele andere so, wie du selbst behandelt werden willst - so in etwa ist meine Regel.

Lesen Sie all das, was in den Boulevard-Zeitungen über Sie steht?

Efron: Nein, das Leben ist zu kurz für so was. Ich kann nicht für alle Welt leben und immer nur für alle perfekt sein. Und die Sache mit dem Star wird mir eigentlich nur so richtig bewusst, wenn ich auf dem roten Teppich stehe oder mit Journalisten rede.

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