Wie die Braut des britischen Thronfolgers nach der Hochzeit heißen wird, ist unklar. Der Hof hat strenge Regeln.

William und Kate
Prinz William und Kate Middleton wollen sich am 29. April das Jawort geben.

Prinz William und Kate Middleton wollen sich am 29. April das Jawort geben.

dpa

Prinz William und Kate Middleton wollen sich am 29. April das Jawort geben.

London. Jahrelang wurde sie als „Waity Katie“ verspottet, weil sie auf den Antrag ihres Prinzen so lange warten musste. Am 29. April wird Kate Middleton nun Prinzessin. Doch damit ist ihr künftiger Name noch nicht geklärt. Im britischen Adel gibt es einige Besonderheiten bei der Titelfrage.

Wie wird Kate Middleton nach ihrer Hochzeit heißen?

Hundertprozentig ist das noch nicht geklärt. Da sie selbst nicht blaublütig ist, darf sie den strengen Regeln des königlichen Hofes folgend eigentlich nicht Prinzessin Catherine heißen. Offizieller Name wäre „Ihre Königliche Hoheit Princess William“. Da sie selbst aber offenbar „Prinzessin Catherine“ genannt werden möchte, dürfte sich dieser Name als inoffizieller Rufname durchsetzen.

Gibt es einen Weg vorbei an „Princess William“?

Ja. Es ist am Hof die Tradition, dass königliche Prinzen zur Heirat vom regierenden Monarchen ein Herzogs- oder Fürstentum geschenkt bekommen. Dann würde William neben seinem königlichen Prinzentitel auch den Titel Duke (Herzog) führen. Kate würde dann automatisch zur Herzogin (Duchess).

Welches Herzogtum wäre für William und Kate überhaupt frei?

Im Gespräch ist, dass beide Duke und Duchess of Cambridge werden sollen. Hinter vorgehaltener Hand wird im britischen Parlament aber schon gerangelt. Viele Parlamentarier versuchen über politische Wege, das Herzogtum ihres Wahlkreises ins Spiel zu bringen – bessere Tourismuswerbung gäbe es kaum. Welche Herzogtümer derzeit unbesetzt sind, darüber wacht am britischen Hof eine eigene Kommission, das Privy Council („Geheimer Rat“).

Was steht dem entgegen?

William selbst. Er möchte nach Informationen britischer Medien nicht seinen Namen durch die Ergänzung eines Herzogtitels verändern. Er sei sein Leben lang Prinz William gewesen und wolle das auch bleiben – bis er irgendwann einmal König wird. William möchte wohl durchsetzen, dass seine zukünftige Frau auch ohne Herzogtum Prinzessin Catherine sein darf. Obwohl ihm ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Großmutter, der Queen, nachgesagt wird, werden ihm dabei aber nicht die größten Chancen eingeräumt.

Kann Kate jemals Königin werden?

William und Kate lernten sich 2001 während ihres Studiums kennen. Sie wohnten zusammen mit anderen in einer Wohngemeinschaft.

Etwa ein Jahr später wurden sie ein Paar. Nach einer kurzen Trennung 2007 fanden die beiden wieder zusammen.

Am 20. Oktober 2010 stellte der Prinz schließlich die entscheidende Frage. Kate sagte „Ja“. Am 29. April wird geheiratet.

Wenn William den Thron in Nachfolge von Queen Elizabeth II. und vermutlich seines Vaters Charles besteigt und Kate noch seine Frau ist, wird sie Queen. Zu den vielen Besonderheiten bei den Namens- und Titelregelungen des Hofes gehört, dass dies nur für Frauen gilt. So war etwa auch die Mutter von Queen Elizabeth, die spätere „Queen Mum“ zu Lebzeiten ihres Gatten King George VI. ganz offiziell „Queen Elizabeth“. Die Ehegatten von Königinnen bleiben dagegen auf ewig Prinz.

Hat William eigentlich wie Kate auch einen bürgerlichen Namen?

William Mountbatten-Windsor. Der Name Mountbatten stammt von der Familie seines Großvaters, Prinz Philip, der deutsche Wurzeln hat und dessen Mutter Battenberg hieß. Ein deutscher Name wäre aber im Ersten Weltkrieg in Großbritannien nicht gut angekommen, so dass der Name 1917 übersetzt wurde. Auch der Name Windsor ist einer Änderung geschuldet. Zum Ende des Ersten Weltkriegs wollten die Nachkommen von Prinz Albert nicht Sachsen-Coburg-Gotha heißen. König Georg V. benannte das Haus in Windsor um.

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