Das Schwarzenegger-Museum in Thal bei Graz zeigt den gebürtigen Österreicher in verschiedenen Lebenssituationen: Hier als etwas demolierter Terminator.
Das Schwarzenegger-Museum in Thal bei Graz zeigt den gebürtigen Österreicher in verschiedenen Lebenssituationen: Hier als etwas demolierter Terminator.

Das Schwarzenegger-Museum in Thal bei Graz zeigt den gebürtigen Österreicher in verschiedenen Lebenssituationen: Hier als etwas demolierter Terminator.

dpa

Das Schwarzenegger-Museum in Thal bei Graz zeigt den gebürtigen Österreicher in verschiedenen Lebenssituationen: Hier als etwas demolierter Terminator.

Thal (dpa) - Jahrelang hat Arnold Schwarzeneggers Grundschulfreund am Museum in dessen österreichischem Geburtshaus gearbeitet. Nun ist es geöffnet - und zeigt den Besuchern genau das, an was sich «Arnie» gerne erinnert. Affären gehören nicht dazu.

Handgemachte Gewichte sind neben dem Motorrad aus dem «Terminator»-Film zu sehen. In einem anderen Raum steht eine Kopie des Schreibtisches des kalifornischen Gouverneurs, mehrere lebensgroße Figuren demonstrieren die fast schon unmenschlichen Ausmaße des einstigen Bodybuilders.

Vor Arnold Schwarzeneggers österreichischem Geburtshaus in Thal bei Graz soll künftig noch eine drei Meter hohe Bronzestatur stehen, die der «Gouvernator» in den USA selbst in Auftrag gegeben hat. «Du, das wär klass', wenn die vorm Haus steht», sagte Schwarzenegger seinem Schulfreund Peter Urdl, der mit ihm zusammen das weltweit einzige Arnold-Schwarzenegger-Museum organisiert hat.

Die Ausstellung, die am Samstag an Schwarzeneggers 64. Geburtstag eröffnet wurde, widmet sich mit vielen Originalstücken dem Leben des Schauspielers und Politikers, der inzwischen US-Bürger ist. Rund 300 Menschen - darunter viele ehemalige Nachbarn und Freunde - feierten am Vormittag laut Urdl ihren «Arnie» bei Würstln und Apfelstrudel. Neben einem Schlagersong über ihn wurde auch eine Museums-Briefmarke vorgestellt. Schwarzenegger schickte eine Grußbotschaft in die alte Heimat und versprach, möglichst bald vorbei zu kommen.

Jüngste Entwicklungen wie die Trennung von Maria Shriver samt Ehebruchs-Skandal spart die Ausstellung freilich aus. Diese Themen habe er bei seinen letzten Kontakten mit seinem Grundschulfreund nicht angesprochen, sagt Urdl. Schwarzenegger habe sich lieber darauf konzentriert, wie man seine Kindheit in dem Haus so originalgetreu wie möglich darstellen könne.

Beispielsweise wurden ihm aus Kalifornien die exakten Koordinaten des Brotkastens in der Küche des Hauses mitgeteilt. «Dem Arnie sein Wunsch war, die Küche so nachzustellen, wie sie damals war.» Auch ein Metallofen, in dem die Mutter seinen geliebten Apfelstrudel zubereitete, wurde wieder ins richtige Eck gerückt.

Im anderen Zimmer steht Schwarzeneggers Jugendbett, das Urdl in einer Almhütte aufgestöbert hatte, wieder an seinem Platz. Das habe dem Star bei seinem letzten Besuch im Juni besonders gut gefallen. «Von da aus sind meine Träume gekommen», erinnerte er sich laut Urdl. Das Plumpsklo der Schwarzeneggers musste dagegen neu aufgebaut werden. «Aber der Deckel ist original», sagt der Museumsdirektor.

Bis zu seinem 19. Lebensjahr lebte «Arnie» in dem robust gebauten gelben Haus über einer Waldsenke, die beiden Jungs waren seit ihrer Einschulung Freunde. «Er war eigentlich ein ganz unscheinbares Kind, man hätte ihm nicht zugetraut, dass er so eine Weltkarriere macht», sagt Urdl. Als Teenager habe sich Schwarzenegger dann mit Bodybuildern aus Graz angefreundet, die regelmäßig nach Thal kamen, um dort im See zu schwimmen: «Das hat uns als Buben so imponiert, mit ihren roten Badehosen, und so schön braun waren sie. Im Wald hinten haben sie Klimmzüge gemacht.»

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