Schöne Frauen und flotte Sprüche im Slang des Ruhrgebiets, Bundesliga-Glamour und immer eine dicke Zigarre - der langjährige Schalke-Manager Rudi Assauer (67) ist auch Nicht-Fußballfans ein Begriff. Doch Rudi Assauer ist krank. Nach jahrelangem Schweigen ist der Ex-Schalke-Manager nun mit seiner schweren Alzheimer-Erkrankung an die Öffentlichkeit gegangen.  Foto: Roland Weihrauch
Schöne Frauen und flotte Sprüche im Slang des Ruhrgebiets, Bundesliga-Glamour und immer eine dicke Zigarre - der langjährige Schalke-Manager Rudi Assauer (67) ist auch Nicht-Fußballfans ein Begriff. Doch Rudi Assauer ist krank. Nach jahrelangem Schweigen ist der Ex-Schalke-Manager nun mit seiner schweren Alzheimer-Erkrankung an die Öffentlichkeit gegangen. Foto: Roland Weihrauch

Schöne Frauen und flotte Sprüche im Slang des Ruhrgebiets, Bundesliga-Glamour und immer eine dicke Zigarre - der langjährige Schalke-Manager Rudi Assauer (67) ist auch Nicht-Fußballfans ein Begriff. Doch Rudi Assauer ist krank. Nach jahrelangem Schweigen ist der Ex-Schalke-Manager nun mit seiner schweren Alzheimer-Erkrankung an die Öffentlichkeit gegangen. Foto: Roland Weihrauch

dpa

Schöne Frauen und flotte Sprüche im Slang des Ruhrgebiets, Bundesliga-Glamour und immer eine dicke Zigarre - der langjährige Schalke-Manager Rudi Assauer (67) ist auch Nicht-Fußballfans ein Begriff. Doch Rudi Assauer ist krank. Nach jahrelangem Schweigen ist der Ex-Schalke-Manager nun mit seiner schweren Alzheimer-Erkrankung an die Öffentlichkeit gegangen. Foto: Roland Weihrauch

Gelsenkirchen (dpa) - Schöne Frauen und flotte Sprüche im Slang des Ruhrgebiets, Bundesliga-Glamour und immer eine dicke Zigarre - der langjährige Schalke-Manager Rudi Assauer (67) ist auch Nicht-Fußballfans ein Begriff.

Viele halten ihn für einen Macho. Jetzt zeigt der gelernte Stahlbauschlosser und einstige Spitzensportler ein neues Gesicht: Er ist schwer an Alzheimer erkrankt, weiß nicht, wie es weitergehen soll und braucht täglich Hilfe.

Der graue Anzug, die teure Brille, das weiße Hemd: Äußerlich sieht Assauer in dem am Dienstag ausgestrahlten ZDF-Interview aus wie früher. Doch der Mann im Anzug hat sich völlig verändert. Rudi Assauer spricht langsam, fast schleppend. «Hab jahrelang auf hohem Niveau Fußball gespielt. Jetzt auf einmal ist alles vorbei.» Lange Pause. «Tja, kein Mensch kann dir helfen.»

Der 67-Jährige ist einer der Großen des deutschen Fußballs. Dass der vielleicht emotionalste Verein der Liga, Schalke 04, sein traditionsreiches Parkstadion verlassen und mit einer modernen Arena auch wirtschaftlich den Anschluss an die europäische Spitze gefunden hat, ist wesentlich Assauer zu verdanken. Zugleich war er mit seiner direkten offenen Art ein Liebling der Medien - auch wenn manche Zuschauer ihn vielleicht prollig fanden.

Mit der heimtückischen Alzheimer-Krankheit hat sich Assauers Leben völlig verändert. Er erinnert sich nicht mehr an einstige Mitspieler, öffentliche Auftritte und Interviews waren ihm schon länger ein Graus, inzwischen meidet er sie fast ganz. «Er braucht Betreuung rund um die Uhr, auch für den ganz normalen Alltag», heißt es aus dem engsten Familienkreis.

Assauer lebt betreut von Tochter Bettina und seiner langjährigen Sekretärin aus Schalke-Zeiten in Gelsenkirchen. Seine Villa ist zum 1. März verkauft. Mit Medikamenten und Gedächtnisspielen versucht er, die Krankheit aufzuhalten, die bisher niemand heilen kann. Ein Jahr lang durfte ein ZDF-Team sein Leben mit der Krankheit eng begleiten und er legt diese Woche eine Autobiografie vor, in der es auch um Alzheimer geht. Assauer will sich nicht verstecken. Der Mann, der als Fußballer am liebsten in der Abwehr spielte, greift noch mal an.

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