Nina Hoger ist die Tochter der bekannten Hannelore. Gemeinsam sind sie jetzt im TV zu sehen.

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Nina Hoger (l.) und ihre Mutter Hannelore Hoger sind gemeinsam in einer ZDF-Komödie zu sehen.

Nina Hoger (l.) und ihre Mutter Hannelore Hoger sind gemeinsam in einer ZDF-Komödie zu sehen.

ZDF

Nina Hoger (l.) und ihre Mutter Hannelore Hoger sind gemeinsam in einer ZDF-Komödie zu sehen.

Berlin. Weihnachten ist ein Fest der Liebe. Und eines der kleinen Katastrophen. Mal brennt der Tannenbaum, mal verschmort die Gans.
 
"Damals, bei meiner Großmutter", erinnert sich Nina Hoger, "hatten wir den ganzen Nachmittag Schokoladen- und sonstige Kringel mit Goldfäden bestückt. Plötzlich stand Murkel in der Tür, unser Hund. Aus dem Maul hingen noch die Goldfäden. Er hatte alle Kringel aufgefressen und wir, da alle Geschäfte längst zu waren, hatten nun gar nichts."
 
Mutter Hannelore Hoger lacht dazu ihr kräftigstes Bela-Block-Lachen. Auch dieses Weihnachten werden sie, wie meistens, zusammen sein: "Ich backe, meine Mutter kocht", so Nina Hoger. Im letzten Jahr waren sie es gleich zweimal hintereinander.
 
Das erste Mal schon im November. Da wurde an der Ostseeküste "Stürmische Bescherung" gefeiert, der dritte Teil ihrer "Vier Meerjungfrauen"-Reihe rund um ein Lokal in der Kieler Bucht, am Montag im ZDF zu sehen, wieder mit Mutter und Tochter als Mutter und Tochter: "Sehr oft ist das bei uns ja nicht der Fall."

Zu wenig? Hannelore Hoger bleibt norddeutsch dröge: "Och nö. So gut ist es nicht, wenn die Olle der Jungen dauernd auf den Fersen hockt." Aber gern würde sie mit der Tochter Theater spielen, hatte sie vor 20 Jahren nach Wien locken wollen, wo sie Wedekind inszenierte - vergeblich.

Nina Hoger kraust ein wenig die Nase: "Sprechen wir wieder von Weihnachten." Ein wunder Punkt scheint berührt. Sie hat die Mutter in all ihren großen Bühnenrollen gesehen, als Lämmchen in Peter Zadeks legendärer "Kleiner Mann, was nun?"-Inszenierung wohl an die 25 Mal.
 
"Und du hast bei jeder Pointe so grell gekichert, dass ich fast aus dem Konzept kam." Wieder ein Bella-Block-Gelächter.
 
Aber über den mütterlichen Schatten zu springen und selbst Schauspielerin zu werden, hatte denn doch einige Überwindung gekostet: "Lieber wäre ich Tierärztin geworden, aber dafür waren meine Zensuren nicht gut genug."
 
 Ihre Hand krault im Fell des Hundes, den sie irgendwo in Spanien aufgelesen, ihn hier in Berlin großgezogen hat. Er aalt sich ausführlich auf der eben noch blendend weißen Couch und fühlt sich merklich wohl.

Bei den "Meerjungfrauen" geht es mal ohne Mord und Totschlag

Noch heute scheut Nina Hoger die Bühne, ist lieber mit Lesungen unterwegs. Film ist da schon etwas anderes, und die Filme rund um die "Vier Meerjungfrauen" sind für beide der große Spaß:
 
"Nichts Übergewichtiges, Hochdramatisches, das entspricht dem Komödienfan in mir", meint Hannelore Hoger, die hier keine andere Bella Block sein, nicht ständig Umgang mit Mord und Totschlag pflegen muss: "Die pure Erholung."

Und die eigene Tochter als Film-Tochter an der Seite zu haben, ist auch ganz schön: "Wir Schauspieler sind doch immer so furchtbar empfindlich. Aber wie früher von meiner Mutter lasse ich mir heute von Nina fast alles sagen, auch das Kritischste, und meistens hat es ja gestimmt."

So mag es denn getrost noch mehr "Vier Meerjungfrauen"-Filme geben, auch wenn die Aufnahmen im November fröstelnd kalt und ungemütlich gewesen waren: "Aber vielleicht kann die nächste Folge ja mal im Sommer spielen - so richtig schön mit blauer Ostsee und Segelboot."
 

Die Hogers

Mutter: Hannelore Hoger wurde am 20. August 1942 in Hamburg geboren. Besonders bekannt ist ihre Rolle als ZDF-Kommissarin Bella Block, die seit 1993 ermittelt. Hoger senior war mehrere Jahre mit dem Pianisten Siegfried Gerlich zusammen.

Tochter: Nina Babette Hoger wurde am 24. März 1961 in Hamburg geboren. Ihre erste Filmrolle hatte sie 1979 in Hartmut Griesmayrs "Fallstudien". Ihr Vater ist der Schauspieler Norbert Ecker.

TV: Montag, 20.15 Uhr, sind beide Hogers in einer ZDF-Komödie zu sehen.

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