Moderne Erfolgsstücke im Stil der Elvis-Ära – damit stürmen Sam, Basti und Digger als „The Baseballs“ die Charts.

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Basti (26), Sam (25) und Digger (27, v.l.) – Romantiker auf Elvis’ Spuren.

Basti (26), Sam (25) und Digger (27, v.l.) – Romantiker auf Elvis’ Spuren.

Sven Sindt

Basti (26), Sam (25) und Digger (27, v.l.) – Romantiker auf Elvis’ Spuren.

Köln. Durchtrainiert, 1,92 Meter groß, breite Schultern, schmale Hüften. Dazu ein Gesicht wie der junge Lex Barker. Wenn Sam (25) das Mikro ganz dicht vor seine Lippen hält, wenn er singt "I was so high, I did not recognize, the fire burning in her eyes, the chaos that controlled my mind…", dann schmelzen die Herzen der Mädchen wie Butter.

Dabei ist eigentlich Basti (26) der Romantiker. Redet der dunkelhaarige Magdeburger von Liebe in den 1950er Jahren, gerät er regelrecht ins Schwärmen: "Das ist die pure Sehnsucht nach der heilen Welt. Bis zum ersten Kuss brauchte es damals mindestens zwei, drei Dates.

Und dann das ganze Programm: Mit einem schönen Auto zum Essen, und am Ende der Highschool gehen beide zusammen zum Abschlussball." Und auch Digger (27) hat zum Thema Frauen etwas zu sagen: "Die machen die aussagekräftigere Musik."

Kein Wunder also, dass unter den Hits, die Sam, Basti und Digger alias "The Baseballs" für ihr Debüt "Strike" coverten, in der Hauptsache Songs von Interpretinnen waren. Wie Rihanna ("Umbrella"), Leona Lewis ("Bleeding Love"), Katy Perry ("Hot´ N´ Cold") oder die "Pussycat Dolls” ("Don´t Cha”).

Mit ihrer Idee, moderne Erfolgstücke im Stil der 50er neu aufzubereiten, trafen die "Baseballs" voll ins Schwarze. "Strike" schoss von Null auf Platz sechs der Charts.

Pomade im Haar, Schmelz in der Stimme, Schwung in den Hüften

27. Oktober, 20 Uhr, Kantine, Neusser Landstr.2, in Köln. Karten ab 17 Euro.

Sam (25), Basti (26) und Digger (27) lernten sich 2006 in Berlin kennen. Alle drei sangen vorher in Bands, Basti hat eine Gesangsausbildung. Der Name "The Baseballs" bezieht sich auf eine der Lieblingssportarten von Elvis, dem Idol des Trios.

Was die Sänger eint, ist ihre Liebe zum Rock´n´Roll. Dem tragen sie mit allem Rechnung, was dazu gehört. Mit Pomade im Haar, Schmelz in der Stimme und jeder Menge Schwung in den Hüften. Drei Tollen für Elvis, die den "Voc´n´Roll" erfunden haben, einen dichten Satzgesang, der so richtig rockt und rollt.

Dass das so perfekt funktioniert, führen sie nicht nur auf ihr Faible für den "King" und seine Ära zurück. "Wir harmonieren sehr gut", sagt Basti, "und wir können sehr viel machen, weil wir drei sehr unterschiedliche Stimmen haben. Ich bin für die hohen Stellen zuständig, Sam für die Mitte und die schmachtenden Töne, Digger ist unser Mann fürs Rockige und Tiefe." Stücke, die sich für eine "Rückführung" in die 50er eignen, erkennen die drei sofort, sagen sie.

Die Fans können sich jetzt auf die erste Tour von "The Baseballs" freuen, die das Trio am 27. Oktober auch nach Köln führen wird. "Die Spielzeit auf Tour ist fast dreimal so lang wie unsere erste Platte", verrät Basti, "aber was das angeht, braucht sich keiner Sorgen zu machen. Wir haben irrsinnig viel Spaß daran, neue Sachen auszuprobieren und inzwischen Material für mehrere 100 Stunden."

Und wer bei Stücken wie "Let´s Get Loud" oder "Crazy In Love" ganz genau hinhört, der wird vielleicht sogar das ein oder andere Zitat erkennen. Aus der Zeit, als es für den ersten Kuss zwei, drei Dates brauchte.

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