Katrin Müller-Hohenstein kommentiert neben Oliver Kahn: „Das konnte ich mir erst gar nicht vorstellen.“

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Katrin Müller-Hohenstein (hier mit Oliver Kahn): „Rasenmähen finde ich unglaublich beruhigend.“

Katrin Müller-Hohenstein (hier mit Oliver Kahn): „Rasenmähen finde ich unglaublich beruhigend.“

dpa

Katrin Müller-Hohenstein (hier mit Oliver Kahn): „Rasenmähen finde ich unglaublich beruhigend.“

Frau Müller-Hohenstein, haben Sie heute schon gejoggt?

Müller-Hohenstein: Ja, klar. Zehn Kilometer. Heute Morgen war die Luft richtig gut, da hat es besonders viel Spaß gemacht.

Geht es auch ohne Sport?

Müller-Hohenstein: Manchmal muss es. Es gibt ja Tage, da bleibt einfach keine Zeit. Aber ich merke dann schon, dass ich quengelig werde, unausgeglichen. Dann ertappe ich mich dabei, dass ich am Nachmittag leicht unruhig werde und meine Umwelt nerve.

Wie hoch ist der Preis für den Erfolg? Können Sie noch herumlaufen, ohne von allen fotografiert zu werden?

Müller-Hohenstein: Naja, das ist relativ. Ich werde schon angeschaut in der Öffentlichkeit - in der Stadt, am Flughafen. Aber da, wo ich seit 17 Jahren wohne, bin ich nichts Besonderes. Die Leute beim Bäcker, Metzger, in der Post kennen mich, da quatscht mich keiner an. Der Preis für den Erfolg ist, dass ich viel unterwegs und seltener zu Hause bin.

Was machen Sie am liebsten in Ihrer Freizeit?

Müller-Hohenstein: Rasenmähen. Das finde ich unglaublich beruhigend. Oder mit unserem Hund "Lotte" spazieren gehen. Der sieht aus wie ein kleiner Labrador, ist aber eine Mischung aus Mops, Pinscher und Dackel.

Für Urlaub und Entspannung dürften Sie wenig Zeit haben.

Katrin Müller-Hohenstein (44), von vielen kurz "KMH" genannt, stammt aus Erlangen und lebt mit ihrem 14-jährigen Sohn Niklas in München. Sie war lange beim Hörfunk in Bayern und moderiert seit 2006 "Das Aktuelle Sportstudio" im ZDF.

Heute kommentiert Katrin Müller-Hohenstein erstmals als Nachfolgerin von Johannes B. Kerner ein Fußball-Länderspiel. An der Seite von Oliver Kahn präsentiert sie das Freundschaftsspiel gegen Südafrika (ZDF, 20.15 Uhr). Die nächsten Moderationen: Am 9. September Deutschland - Aserbeidschan und am 10. Oktober Russland - Deutschland.

Müller-Hohenstein: Ja, aber damit kann ich leben. Außerdem habe ich gelernt, mir Auszeiten zu nehmen. Dann bin ich drei Tage für niemanden zu sprechen, zumindest was den Job angeht. Das erlaube ich mir mittlerweile.

Auch den Luxus, keinen Blackberry zu haben, mein Handy einen Tag auszuschalten. Wenn ich unterwegs bin, muss es reichen, wenn ich meine Mails einmal am Tag checke und Fragen beantworte. Wenn man immer erreichbar ist und allzeit bereit, bleibt man selbst auf der Strecke. Und ich neige dazu, mich komplett auszupowern. Da muss ich mich vor mir selbst schützen.

Ist es nicht zu viel, nun auch noch die Fußball-Nationalmannschaft zu kommentieren?

Müller-Hohenstein: Es gibt nichts Größeres für mich, und ich bekomme Gänsehaut, wenn ich dran denke. Sollte das mal nicht mehr so sein, höre ich auch sofort auf. Mir ist bewusst, wie viel Vertrauen der Sender in mich steckt. Dahinter steht schließlich ein unheimlich tolles Team, das ich nicht enttäuschen möchte. Und es ist nun mal so, dass ich die bin, die das Ganze in den Sand setzen kann.

Sie machen also jetzt den Johannes B. Kerner an der Seite von Olli Kahn.

Müller-Hohenstein: Oh, jetzt kommt die Frage nach Oliver Kahn! Nun gut, ich konnte mir das selbst erst nicht richtig vorstellen. Ich gebe auch zu: Wir haben uns erst ein bisschen beäugt, aber dann war da schnell eine gute Basis.

Ich schätze seinen trockenen Humor, er ist ungemein professionell und total bei der Sache. Er ist auch sehr zuverlässig und pünktlich - und das ist mir extrem wichtig. Aber mit der Moderation des "Audi Cups" haben wir, glaube ich, unsere Feuertaufe schon bestanden.

Haben Sie schon mal selbst auf die Torwand geschossen?

Müller-Hohenstein: Ja, klar. Oben ist leichter. Unten muss man diesen kleinen Absatz überbrücken, das geht schnell daneben. Gut, wenn ich 200 Schuss habe, treffe ich drei Mal rein. Aber immer aus dem Stand schießen, bloß keinen Anlauf, da verzieht man bloß - den Tipp hat mir Jürgen Klopp gegeben.

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