Autorin Annette Langen ist die Erfinderin des Kinderbuch-Helden, der aus fernen Ländern berichtet.

1994 hat Annette Langen den Hasen Felix erfunden. Jetzt ist er aus keinem Kinderzimmer mehr wegzudenken.
1994 hat Annette Langen den Hasen Felix erfunden. Jetzt ist er aus keinem Kinderzimmer mehr wegzudenken.

1994 hat Annette Langen den Hasen Felix erfunden. Jetzt ist er aus keinem Kinderzimmer mehr wegzudenken.

dpa

1994 hat Annette Langen den Hasen Felix erfunden. Jetzt ist er aus keinem Kinderzimmer mehr wegzudenken.

Leichlingen. Den Hasen Felix kennt fast jedes Kind. Kaum ein Kinderzimmer ohne das niedliche Kuscheltier mit der karierten Schleife und dem Glöckchen um den Hals. Dazu gibt’s Stofftiere, Schultaschen, Zahnbürsten, dazu ein Felix-Musical und Kinofilme...

In 29 Sprachen wurden die insgesamt 17 Bücher übersetzt, und noch ist kein Ende der Felix-Manie in Sicht. "Zum Glück", meint Felix-Erfinderin Annette Langen (43), die mit ihrer Familie in Leichlingen lebt.

Vorbild für Felix ist ein altes Stofftier aus Kindertagen

Die gelernte Buchhändlerin hat den Hasen mit den langen Ohren nach einem Kuscheltier aus Kindertagen kreiert. Der heißt eigentlich "Lausi" und sitzt unbekümmert auf einem Ehrenplatz im Haus von Annette Langen.

Die Philosophie der blonden Autorin: Die Welt steckt voller Überraschungen; sie ist wunderbar und die Menschen sind es auch, so man ihnen vorurteilsfrei begegnet.

Und so lässt sie ihren Protagonisten, der eigentlich bei "Sophie" in Münster wohnt, immer wieder die weite Welt erobern. Damit Sophie sich keine Sorgen macht, schreibt er ihr von überall her Briefe, in denen die Leser viel über Land und Leute lernen.

"Zum Glück habe ich nicht so lange Ohren wie Felix."

Langen wurde 1967 in Leverkusen geboren und lebt heute mit ihrer Familie in Leichlingen. Sie hat zwei Kinder: Isabel-Marie (14) und Benjamin (12).

2001 übernahm Langen eine Schulpatenschaft für die Grundschule Yorckstraße in Solingen, die auf tragische Weise vom Solinger Brandanschlag im Jahr 1993 betroffen war. Zwei der türkischen Schülerinnen kamen ums Leben - und auch die verurteilten Täter hatten einst diese Schule besucht. Die Autorin setzt sich aktiv für ein friedliches Miteinander sowie für eine Verbesserung des Lese- und Schreibverhaltens der Schüler ein.

Tatsächlich empfiehlt sogar das japanische Kaiserhaus die Lektüre vom Hasen Felix und auch das Unterrichtsministerium von Südkorea. Der erste Band "Briefe von Felix" wurde von "Gesellschaft für Jugend- und Sozialforschung e.V." als "pädagogisch wertvolles Bilderbuch" ausgezeichnet.

Und in Israel war Felix 70 Wochen auf Platz 1 der Kinderbuchliste, sodass auch das Goethe-Institut in Jerusalem die Figur 2007 als Vermittler zwischen jüdischen und arabischen Kindern nutzte.

Toleranz und Völkerverständigung sind Themen, die Annette Langen - nicht nur in ihren Felix-Büchern - wichtig sind: "Wenn unsere Kinder mehr über die Bräuche, Spiele und Märchen anderer Völker erfahren, merken sie, dass wir vieles gemeinsam haben."

Im neuen Buch erlebt Felix Abenteuer in Deutschland

"Grundlage für viele meiner Bücher, insbesondere für die Felix-Bücher, sind die Briefe und Fotos, die ich von meinen Reisen mitgebracht und an meine Familie geschickt habe", erzählt sie.

Im neuen Band "Mit Felix auf großer Deutschlandreise", der Ende August erscheint, lässt Annette Langen Felix erstmals Station im eigenen Land machen: Er reist von einer Hallig im norddeutschen Wattenmeer bis zur Zugspitze . "Auch hier gibt es viel zu entdecken", sagt die Autorin.

Annette Langen selbst ist bei weitem nicht so berühmt wie ihr Hase. Stört sie das? "Oh, nein, ich bin total dankbar, dass ich mit meiner Familie ein normales Leben führen kann. Zum Glück hab ich ja nicht so lange Ohren wie Felix... Viele wissen zwar, wer ich bin, trotzdem werde ich nicht als etwas Besonderes behandelt, darüber bin ich sehr, sehr froh."

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