Alex Christensen und Oscar Loya vertreten Deutschland mit dem Swingsong „Miss Kiss Kiss Bang“.

Oscar Loya (r) und Alex Christensen stellen sich mit dem Projekt "Alex Swings Oscar Sings" als deutscher Teilnehmer für den Eurovision Song Contest (ESC) vor.
Oscar Loya (r) und Alex Christensen stellen sich mit dem Projekt "Alex Swings Oscar Sings" als deutscher Teilnehmer für den Eurovision Song Contest (ESC) vor.

Oscar Loya (r) und Alex Christensen stellen sich mit dem Projekt "Alex Swings Oscar Sings" als deutscher Teilnehmer für den Eurovision Song Contest (ESC) vor.

Oscar Loya (r) und Alex Christensen stellen sich mit dem Projekt "Alex Swings Oscar Sings" als deutscher Teilnehmer für den Eurovision Song Contest (ESC) vor.

dpa, Bild 1 von 2

Oscar Loya (r) und Alex Christensen stellen sich mit dem Projekt "Alex Swings Oscar Sings" als deutscher Teilnehmer für den Eurovision Song Contest (ESC) vor.

Hamburg. Schon mal was von "Alex swings Oscar sings" gehört? Kein Wunder, das Duo ist ja noch ganz frisch. Trotzdem soll es schon Großes vollbringen: Nämlich Deutschland beim Eurovision Song Contest (ESC, früher Grand Prix d’Eurovision) in Moskau vertreten und mit dem Song "Miss Kiss Kiss Bang" in vielen Ländern kräftig Punkte abräumen.

Der NDR als verantwortlicher Sender schraubt den Anspruch gewaltig in die Höhe, schließlich landeten die No Angels voriges Jahr in Belgrad nur auf dem letzten Platz.

Alex C. hatte bisher Erfolg mit Liedern wie "Du bist so Porno"

Deswegen hat man dieses Jahr mal wieder alles anders gemacht. Nicht die Zuschauer durften abstimmen, sondern eine fünfköpfige Jury (darin saßen u. a. der Sänger Guildo Horn und der langjährige ESC-Moderator Peter Urban) hat ausgesucht, wer zum ESC reisen soll.

Rund 100 Kandidaten hatten sich laut NDR beworben, darunter Ralph Siegel mit drei Songs. Nach zwei anonymisierten Durchläufen legten sich die Juroren aber einstimmig auf das Duo "Alex swings Oscar sings" fest.

Dahinter steht zum einen der Hamburger Musikproduzent Alex Christensen. Der 41-Jährige war zudem als Alex C. in den vergangenen Jahren mit Partyhits wie "Du hast den schönsten A ... der Welt" und "Du bist so Porno" erfolgreich. Seinen musikalischen Durchbruch hatte er 1991 mit der Techno-Version der Titelmelodie von "Das Boot" - sie war in 22 Ländern auf Platz eins der Charts.

Deutschland ist beim Eurovision Song Contest am 16. Mai in Moskau ebenso wie Frankreich, Großbritannien und Spanien (als größte Geldgeber des Veranstalters EBU) zusammen mit Vorjahressieger und Gastgeber Russland direkt für das Finale qualifiziert. Die anderen 20 Bewerber werden in den beiden Halbfinal-Shows am 12.und 14. Mai ermittelt. Im Finale stimmen nicht nur die Zuschauer, sondern auch Länder-Jurys ab - damit sollen die westlichen Länder wieder mehr Chancen gegenüber Osteuropa haben.

25 Länder treten im 54. Finale gegeneinander an. Für Frankreich ist Patricia Kaas am Start, für Großbritannien singt Jade, für die der Musicalkomponist Andrew Lloyd-Webber einen Song geschrieben hat.

Vom Massenerfolg versteht er also etwas. Der verheiratete Familienvater weiß aber natürlich auch, dass Klappern zum Handwerk gehört. "Das ist eine extrem eingängige Melodie, die sehr international ist", lobt er seinen Song "Miss Kiss Kiss Bang". Er sei auch schon lange ein Grand-Prix-Fan und habe "größten Respekt" vor dem Wettbewerb, sagte er noch. Er wird auf der Bühne am Klavier stehen.

Sein Partner Oscar Loya ist dagegen zuständig für Gesang, Tanz und glutvolle Blicke. Die Biografie ist geeignet, Beschützerinstinkte zu wecken. Seine Mutter zog ihn mit vier Geschwistern in ärmlichen Verhältnissen in Südkalifornien groß.

Nach Versuchen im Modedesign und als Stylist ging Loya mit 24 Jahren nach New York und schaffte als Sänger und Stepptänzer den Sprung auf den Broadway. Seitdem hat er auf einer Menge Bühnen in Asien und Europa gespielt, derzeit bastelt der 29-Jährige in München an seinem Debütalbum. Oscars Tipp für das Finale: Natürlich Platz eins.

Ihr Lied wird am 21. Februar bei der Echo-Verleihung in Berlin erstmals im Fernsehen präsentiert. Und für das Finale in Moskau, wenn geschätzte 100 Millionen Menschen zuschauen, verspricht der ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber noch "eine Überraschung".

Dann soll nämlich auch die noch geheim gehaltene "Miss Kiss" auftreten. Auch Schreiber weiß sich kaum zu lassen vor Begeisterung: "Ein mitreißender und fröhlicher Song, ein international mega-erfolgreicher Produzent, ein beeindruckender Sänger und Tänzer."

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