Prinzessin Stéphanie von Monaco wird 45. Sie spricht über wilde Jahre und ihre heutige Lebensfreude.

Prinzessin Stéphanie: „Ich bin immer dieselbe geblieben. Die anderen haben mich in Schubladen gesteckt.“
Prinzessin Stéphanie: „Ich bin immer dieselbe geblieben. Die anderen haben mich in Schubladen gesteckt.“

Prinzessin Stéphanie: „Ich bin immer dieselbe geblieben. Die anderen haben mich in Schubladen gesteckt.“

dpa

Prinzessin Stéphanie: „Ich bin immer dieselbe geblieben. Die anderen haben mich in Schubladen gesteckt.“

Mit Leidenschaft nehmen Sie Ihre Aufgabe als Schirmherrin des Zirkusfestivals von Monaco wahr. Fasziniert Sie diese Welt, weil sie anders ist als das Leben im Fürstenpalast?

Stéphanie von Monaco: Nein, die Zirkuswelt steckt mir einfach im Blut. Mein Vater hat mir diese Leidenschaft vererbt. Der Zirkus ist meine zweite Familie. Ich liebe die Offenheit, Aufrichtigkeit und den Zauber, die dort herrschen. Ich flüchte weder vor mir selber noch vor meinem Leben. Mein Leben ist der Zirkus.

Sie sind Präsidentin der 2004 gegründeten Aids-Hilfe-Vereinigung "Fight Aids Monaco" und Sondergesandte des UN-Programms zur Aids-Bekämpfung. Was bedeutet diese Arbeit für Sie?

Stéphanie von Monaco: Jeder Mensch kommt in seinem Leben an einem bestimmten Zeitpunkt an, wo er sich auf einmal für bestimmte Dinge bereit fühlt. Den Kranken Zeit zu widmen, ihnen zu helfen und im Gegenzug ein Lächeln zu erhalten und zu wissen, dass man das Leiden zumindest etwas lindern kann, erfüllt mich. Das ist für mich ein Moment des Glücks. Unsere Welt ist sehr ichbezogen, sehr egoistisch. Diese Arbeit ist für mich zu einer Art Lebensantrieb geworden.

Heißt das, dass Sie nach Ihrem sehr bewegten Leben ein inneres Gleichgewicht gefunden haben?

Stéphanie von Monaco: Ich war schon immer lebensfreudig. Ich liebe das Leben, das etwas Wunderbares ist. Ich wäre ohne das, was ich getan habe, egal ob gut oder schlecht, nicht die, die ich heute bin.

Sie waren Sängerin, Modedesignerin, Cafébesitzerin und für die Presse das "enfant terrible"? Wer sind Sie heute?

Stéphanie von Monaco: Ich bin noch immer dieselbe. In jedem Alter setzt man andere Schwerpunkte, lebt und denkt man anders. Ich bin aber immer dieselbe geblieben. Die anderen haben mir Etiketten aufgeklebt und mich in Schubladen gesteckt. Ich habe nichts von einer Rebellin an mir. Ich erziehe meine Kinder und lebe mein Leben. Wer hat überhaupt das Recht zu definieren, was normal ist und was nicht?

Bedauern Sie nichts in Ihrem Leben?

Ihre Kinder Louis (17) und Pauline (15) bekam Stéphanie mit ihrem damaligen Leibwächter Daniel Ducruet. Das Paar heiratete im Juli 1995, im Oktober 1996 wurde die Ehe geschieden. Tochter Camille (11) stammt aus der Beziehung zu dem Bodyguard Jean-Raymond Gottlieb.

Weitere Verbindungen ging die Prinzessin zu dem Schweizer Zirkusdirektor Franco Knie, einem Palastkellner und einem Gärtner ein. Ihre Ehe mit dem Artisten Adans Lopez Peres hielt von 2003 bis 2004.

Stéphanie von Monaco: Nein, ich bin jemand der stets nach vorne blickt. Fehler sind wichtig, weil man aus ihnen lernt. Ich würde in meinem Leben nichts anders machen wollen, sonst wäre ich nicht die, die ich heute bin.

Die Ehe Ihrer Schwester Caroline mit Ernst August Prinz von Hannover, in der es kriseln soll, sorgt in Deutschland für Schlagzeilen. Schockieren Sie die Gerüchte?

Stéphanie von Monaco: Nein, ich habe so etwas ja leider am eigenen Leib erfahren müssen. Ich mische mich nicht in das Leben meiner Schwester ein. Das ist eine schwierige Phase. Diese Art von Presse hat noch nie etwas respektiert, nicht einmal den Tod meiner Mutter.

Sie werden am Montag 45 Jahre alt. Haben Sie Angst vor dem Alter?

Stéphanie von Monaco: Nein, überhaupt nicht. Mein Bruder sagt, dass ich zwischen 18 und 20 Jahre sei, der Rest sind Erfahrungen. Nein, ich bin lebensfroh und glücklich. Ich trauere nicht den Tagen und Monaten nach, die vergehen.

Was wünschen Sie sich zum Geburtstag?

Stéphanie von Monaco: Für mich nichts. Ich bin gesund und meine Kinder auch. Ich denke, das ist das schönste Geschenk. Für die Welt wünsche ich mir, dass sie weniger egoistisch wird und dafür solidarischer. Ich bin vielleicht eine Idealistin. Aber ich glaube daran.

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