Jörg Kachelmann
Wetterexperte Jörg Kachelmann 2007 am Strand des Seebades Ahlbeck. Foto: Stefan Sauer

Wetterexperte Jörg Kachelmann 2007 am Strand des Seebades Ahlbeck. Foto: Stefan Sauer

dpa

Wetterexperte Jörg Kachelmann 2007 am Strand des Seebades Ahlbeck. Foto: Stefan Sauer

Aschaffenburg (dpa) - Knapp zwei Jahre nach seinem unfreiwilligen Abschied vom Bildschirm kehrt Wetterexperte Jörg Kachelmann ins deutsche Fernsehen zurück. Allerdings nur regional. Beim fränkischen Fernsehsender main.tv wird der 53-Jährige von Freitag an kleine Einspielfilme im Rahmen des Nachrichtenjournals moderieren.

Das Funkhaus Aschaffenburg dehnt damit die Zusammenarbeit mit Kachelmann aus. Bereits seit März 2011 präsentiert der Meteorologe das Wetter beim regionalen Privatradio Primavera, das ebenfalls in dem Funkhaus produziert wird. «Wir haben sehr, sehr gute Erfahrungen mit ihm gesammelt», sagte Chefredakteur Marco Maier der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch. Der Vertrag mit Kachelmanns Unternehmen Meteomedia sei nun bis ins Jahr 2013 verlängert worden.

Der ehemalige ARD-Moderator selbst war am Mittwoch nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Kachelmann war im März 2010 wegen eines Vergewaltigungsvorwurfs festgenommen worden, nach einem langwierigen Prozess wurde er im Mai 2011 aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Mit seiner Festnahme war er auch vom ARD-Bildschirm verschwunden. Das Wetter für die ARD wird seit Anfang dieses Jahres von der Bavaria Film Gruppe produziert, allerdings liefert Meteomedia weiterhin die entscheidenden Wetterdaten.

Die etwa eine Minute langen Wettervorschauen mit Kachelmann sollen künftig einmal wöchentlich immer freitags bei dem regionalen Fernsehsender zu sehen sein. «Wenn es viel zu sagen gibt, wird es etwas länger sein», erklärte Maier. Die bisherigen Prognosen Kachelmanns im Hörfunk seien sehr gut gewesen.

Bislang schon zeigt der 53-jährige Kachelmann seine Wettervorschauen auch für Deutschland in seinem YouTube-Kanal (http://dpaq.de/55mLw). Die Internetfilme sind auf einfache Weise hergestellt, oft hält Kachelmann dabei einfach nur Papiere mit selbstgemalten Wetterkarten in die Kamera. Wenn er die Zahl der Sonnenstunden für das kommende trübe Wochenende ankündigt, schreibt Kachelmann dann «(Fast) nix» quer über eine Deutschlandkarte.

Der Sender main.tv ist im östlichen Rhein-Main-Gebiet nicht nur in Bayern zu sehen, sondern grenzüberschreitend auch in Hessen und Baden-Württemberg.

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