Das Kinderhilfswerk Terre des hommes sorgt sich um die wachsende Zahl ausgesetzter Babys in Deutschland. Foto: Jens Wolf
Das Kinderhilfswerk Terre des hommes sorgt sich um die wachsende Zahl ausgesetzter Babys in Deutschland. Foto: Jens Wolf

Das Kinderhilfswerk Terre des hommes sorgt sich um die wachsende Zahl ausgesetzter Babys in Deutschland. Foto: Jens Wolf

dpa

Das Kinderhilfswerk Terre des hommes sorgt sich um die wachsende Zahl ausgesetzter Babys in Deutschland. Foto: Jens Wolf

Osnabrück (dpa) - Das Kinderhilfswerk Terre des hommes zeigt sich bestürzt über die wachsende Zahl von Neugeborenen in Deutschland, die bald nach ihrer Geburt ausgesetzt wurden. Dies geschah nach Angaben der Organisation im vergangenen Jahr 25 Mal, was eine Zunahme von mehr als 50 Prozent bedeutet.

Die Dunkelziffer dürfte noch deutlich höher sein, sagte Terre-des-hommes-Experte Bernd Wacker der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Dienstag). «Wir wissen auch nicht, wie viele Babyklappen es gibt, wie viele Neugeborene dort landen oder wie viele Babys anonym in Kliniken zur Welt kommen.»

Aufgrund von Medienberichten registrierte die Organisation im vergangenen Jahr 16 Fälle, in denen Neugeborene tot aufgefunden wurden. In 9 Fällen wurden ausgesetzte Babys lebend geborgen. Wacker kritisierte, dass es keine offizielle Statistik gebe, wie viele Säuglinge in Deutschland getötet oder ausgesetzt würden. Auch wenn die Zahlen von Terre des hommes 2011 zugenommen haben, sind sie doch niedriger als vor zehn Jahren: 2001 wurden nach Erhebungen der Organisation 17 Säuglinge tot und 14 lebend aufgefunden.

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