Unheilig-Sänger Der Graf
Die Sprache des Unheilig-Frontmanns Der Graf ist die Musik. Foto: Boris Roessler

Die Sprache des Unheilig-Frontmanns Der Graf ist die Musik. Foto: Boris Roessler

dpa

Die Sprache des Unheilig-Frontmanns Der Graf ist die Musik. Foto: Boris Roessler

Berlin (dpa) - Der Graf, Frontmann der Popband Unheilig, hat sich am Anfang seiner Karriere hinter seinem Image als Gothic-Musiker versteckt. «Ich habe mich damals auch so angezogen, weil ich Angst davor hatte, in die Öffentlichkeit zu gehen», sagte er der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

Der Brokatmantel und die Lederstiefel, die er damals getragen habe, hätten ihm bei diesem Schritt geholfen. Unheilig veröffentlichen am 14. März ihr Best-of-Album «Alles hat seine Zeit» zum 15-jährigen Bandbestehen. Die Gruppe nimmt an diesem Donnerstag am ESC-Vorentscheid teil.

Als Kind habe er zu stottern angefangen und sei gehänselt worden, sagte der Graf. Durch den Sprachfehler habe er aber auch zur Musik gefunden. «Ich habe gemerkt, wenn ich Musik mache, hören mir die Leute zu, ohne dass ich reden muss.» Anfangs habe er nur Instrumente gespielt, später gemerkt, dass er beim Singen nicht stottert. «Die Musik ist heute immer noch meine Sprache, denn all das, was ich fühle, denke und glaube, kann ich so rauslassen.» Mittlerweile sei er sicherer und offener. Das mache sich auch an seinen Liedern bemerkbar. «Meine Musik ist wesentlich heller geworden, klarer geworden.» Mit der Gothic-Szene verbinde ihn aber noch viel. «Ich komme aus der schwarzen Szene, das ist mein Zuhause gewesen.»

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer