Zum Schutz der weltweit schwindenden Arten- und Pflanzenvielfalt wollen die UN-Staaten schädliche Subventionen in der Landwirtschaft und der Fischerei abbauen. Bei einer UN-Konferenz im mexikanischen Cancún verabschiedeten die Umweltminister eine sechsseitige „Cancún-Erklärung“, die den Artenschutz stärker im Regierungshandeln verankern soll.

Umweltschützer warnen zum Beispiel, dass durch den starken Pestizid- und Gentechnikeinsatz die Zahl blütenbestäubender Tiere wie der Bienen dramatisch sinken könnte. 75 Prozent der Nahrungspflanzen und 90 Prozent der wildwachsenden Blütenpflanzen werden nach Auskunft des Weltrats für Biodiversität von Tieren bestäubt – und sind wichtiger Bestandteil der natürlichen Nahrungsmittelproduktion für Menschen. „Ohne grundlegende Änderungen in der Landwirtschaft oder der Fischerei können wir die biologische Vielfalt auf unserem Planeten nicht erhalten“, so Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD).

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