Cold-Case - Kalender in den Niederlanden
Leo Dortland, Sprecher der niederländischen Polizei in Amsterdam, sitzt an seinem Schreibtisch. Neben ihm steht ein Kalender mit ungelösten Kriminalfällen.

Leo Dortland, Sprecher der niederländischen Polizei in Amsterdam, sitzt an seinem Schreibtisch. Neben ihm steht ein Kalender mit ungelösten Kriminalfällen.

Leo Dortland

Leo Dortland, Sprecher der niederländischen Polizei in Amsterdam, sitzt an seinem Schreibtisch. Neben ihm steht ein Kalender mit ungelösten Kriminalfällen.

Die Polizei in den Niederlanden greift zu einem verblüffenden Mittel bei der Fahndung: Sie hat einen Tischkalender drucken lassen, in dem 52 ungelöste Verbrechen mit Fotos und Informationen vorgestellt werden. Jede Woche eins. Dieser Cold-Case- Kalender wurde in einer Auflage von 48 000 Stück in den Gefängnissen verteilt. Mit der freundlichen Bitte um Mithilfe, wenn nötig auch anonym.

„Vielleicht halten Sie schon jahrelang Informationen verborgen und wollen oder müssen dies nicht länger tun“, werden die Gefangenen gefragt. Mehr als 1500 Cold Cases gibt es in den Niederlanden. Es sind Morde, Vergewaltigungen, Raubüberfälle oder Entführungen, und alle sind älter als drei Jahre. Die Polizei aber hat sie nicht vergessen. Der Kalender soll helfen, den Tätern vielleicht doch noch auf die Spur zu kommen. Hilfreich ist aber wohl auch die versprochene Belohnung von bis zu 20 000 Euro für einen entscheidenden Hinweis. 

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