Wuppertal. Jeden Morgen ab 7 Uhr spaziert unser Wuppertaler Leser Frank Schermann (73) mit seinem Berner Sennenhund Rudi über den Jackstädt-Weg, wie die zur Rad- und Freizeitstrecke umgebaute Nordbahntrasse in Wuppertal heißt. „Dort treffe ich auch immer ein Ehepaar, das zur Arbeit radelt, und wir grüßen uns freundlich.“ Das ist durchaus nicht selbstverständlich: Die umgewandelten Bahntrassen bieten wegen ihrer großen Beliebtheit auch immer wieder Konfliktstoff zwischen Radfahrern, Fußgängern, Hundebesitzern und Freizeitsportlern.

In dieser Woche wurde Frank Schermann nun noch mehr überrascht: „Das Ehepaar bat mich, stehen zu bleiben. Sie hätten sich überlegt, allen freundlichen Menschen, die sie heute treffen, eine kleine Freude zu machen. Dann schenkten sie mir einen kleinen Schokoladen-Weihnachtsmann.“ Schermann, der sonst schon mal von Radfahrern angebrüllt wird, weil er Rudi unangeleint lässt („Der hört auf mich“), war perplex: „Das ist mir noch nie passiert.“

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