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An den Hanglagen oberhalb der chilenischen Millionenmetropole Santiago de Chile ist seit Neustem ein höchst merkwürdiges Gebäude zu besichtigen: Das helle Bauwerk erinnert von Ferne an den Kopf eines Pflanzenkeimlings. Das Gebäude ist der neuste Tempel der Bahai-Religion. Sie ist vor etwa 150 Jahren in Persien (dem heutigen Iran) entstanden.

Das Bemerkenswerte am jüngsten Tempel-Bau ist allerdings nicht die Architektur, sondern ein Begleitumstand der dreitägigen Eröffnungsfeierlichkeiten: Unter den 2500 Gästen aus Chile waren ausnahmslos alle Kulturen des Landes einvernehmlich an einem Ort versammelt – ein Ereignis, das in der Geschichte des kulturell zerklüfteten Einwanderungslandes Chile als einmalig gilt. Die chilenische Ur-Bevölkerung wurde von den meist europäischen Einwanderern, die während des 30-jährigen Krieges neue Lebensräume suchten, vielerorts massiv verdrängt.

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