Suche nach NS-Raubgut
Stempel in Büchern geben wichtige Hinweise auf ihre Herkunft. Foto: Matthias Bein

Stempel in Büchern geben wichtige Hinweise auf ihre Herkunft. Foto: Matthias Bein

dpa

Stempel in Büchern geben wichtige Hinweise auf ihre Herkunft. Foto: Matthias Bein

Wernigerode (dpa) - Wissenschaftler suchen in Bibliotheken in Sachsen-Anhalt bis zum Jahresende nach Hinweisen auf NS-Raubgut. Dieser sogenannte Erstcheck käme damit bundesweit erstmals in Bibliotheken zu Einsatz, in Museen sei er schon erprobt, wie die Deutsche Stiftung Kulturgutschutz in Magdeburg mitteilte.

«Hinter den Büchern steht in der Regel zwar kein so hoher materieller Wert wie bei Kunstwerken. Dennoch verbirgt sich hinter jedem geraubten Buch ein menschliches Schicksal», sagte eine Stiftungssprecherin.

Für das «Erstcheck»-Projekt in Sachsen-Anhalt wurden nach Angaben der Sprecherin 15 000 Euro bereitgestellt. Geforscht werde in Wernigerode, Zerbst, Dessau, Sangerhausen und Magdeburg nach Büchern, die die Nationalsozialisten beispielsweise Juden und Freimaurern wegnahmen. Die Stiftung hofft, dass ähnliche Projekte in anderen Bundesländern folgen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer