New York (dpa) - Starker Wind hat die Krönung des neuen World Trade Centers in New York verhindert. Die Bauherren des Wolkenkratzers, der einmal der dritthöchste der Welt sein soll, mussten die Montage der letzten beiden Elemente der Turm-Spitze am Montag vorerst absagen. Mit der Antenne sollte das Gebäude eigentlich seine endgültige Bauhöhe erreichen.

Das «One World Trade Center», auch Freedom Tower genannt, wird an der Stelle gebaut, an der das 2001 von islamistischen Terroristen zerstörte World Trade Center gestanden hatte. Mit 1776 Fuß, nach dem Jahr der Unabhängigkeitserklärung der USA, wird es nicht nur das höchste Gebäude New Yorks und der USA sein. Die 541 Meter machen den Turm in Südmanhattan auch zum drittgrößten Bauwerk der Welt. Jetzt bleibt der Willis Tower (früher Sears Tower) in Chicago mit 527 Metern noch ein bisschen länger das höchste Gebäude der USA.

Die letzten Bauteile gehören zur Spitze, die mehr als ein Fünftel des gewaltigen Bauwerks ausmacht. Die 105 Stockwerke sind schon fertig, die obersten sind aber noch ein unverkleidetes Gerippe. Darunter glänzt das bläuliche Glas des Turms. Ursprünglich hatte das Gebäude nach einem Konzept des Architekten Daniel Libeskind sehr viel origineller sein sollen. Weil die Besitzer den Entwurf aber für zu utopisch hielten, entwarf der Amerikaner David Childs einen schlichteren Turm. Eröffnet wird er vermutlich im nächsten Jahr.

Der Milliardenturm wächst seit 2006 auf einem 60 Meter tiefen Fundament in den Himmel über New York. Das ganze Projekt soll knapp vier Milliarden Dollar kosten. Neben «One World Trade Center» entstehen noch drei weitere Bürotürme, nämlich das knapp 412 Meter hohe «Two WTC», das 378 Meter hohe «Three WTC» und das 298 Meter hohe «Four WTC». Der Vorgängerkomplex bestand aus sieben Gebäuden.

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