Karsten Speck
Karsten Speck ist Mitte Dezember 2010 rechtskräftig verurteilt worden.

Karsten Speck ist Mitte Dezember 2010 rechtskräftig verurteilt worden.

dpa

Karsten Speck ist Mitte Dezember 2010 rechtskräftig verurteilt worden.

Frankfurt (Oder)/Berlin (dpa) - Schauspieler Karsten Speck («Hallo Robbie») muss innerhalb der nächsten zwei Wochen seine Haftstrafe antreten. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) habe dem 50-Jährigen eine entsprechende Ladung geschickt, teilte ein Sprecher mit.

Die Behörde ist für die Vollstreckung des Urteils des Landgerichts Frankfurt (Oder) vom vergangenen Dezember zuständig. Dieses hatte den TV-Star wegen Betrugs und Steuerhinterziehung zu einer Gesamtstrafe von fünf Jahren verurteilt. Darin eingerechnet wurde ein erstes Urteil aus dem Jahr 2004 wegen ähnlicher Vergehen.

Speck wird seine Strafe laut Staatsanwaltschaft im offenen Vollzug in der Berliner Anstalt Hakenfelde absitzen. Maximal muss er mit zwei Jahren und 10 Monaten Haft rechnen. Die genaue Zeit wird laut Behörde aber noch errechnet. Hintergrund ist, dass Speck bereits 22 Monate nach der ersten Verurteilung in Dortmund abgesessen hat - ebenfalls im offenen Vollzug. Außerdem hat das Gericht mit seinem Urteil verfügt, dass ihm neun Monate Haft wegen der langen Verfahrensdauer erlassen werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass der Schauspieler später bei guter Führung auf Bewährung entlassen wird, wenn er zwei Drittel der Haft verbüßt hat.

Nach Angaben seines Verteidigers lag Speck die Ladung am Donnerstag noch nicht vor. «Wir haben uns aber immer dafür eingesetzt, dass er die Strafe so schnell wie möglich antreten kann, damit unter die Sache endlich ein Schlussstrich gezogen werden kann», sagte Anwalt Gennaro Festa. Danach werde Speck nun auch handeln.

In den Fokus der Justiz geriet der DDR-Star, der die Wende anders als viele Kollegen gut überstanden hatte, wegen fehlgeschlagener Immobiliengeschäfte. Aus ihnen hatten Speck und seine Frau bei Gläubigern Schulden in Millionenhöhe. Beide kamen dafür zunächst in Dortmund vor Gericht und wurden zu Haftstrafen verurteilt. Als Entschädigung für die Immobiliengeschäfte sollte Speck einen Teil seiner Gagen in einen Fonds für die Geschädigten zahlen. Dies umging er durch Betrügereien und schleuste Gelder an Gläubigern und dem Fiskus vorbei. Dafür muss er nun erneut ins Gefängnis.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer