Die Büste Karls des Großen. Foto: Oliver Berg
Die Büste Karls des Großen. Foto: Oliver Berg

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dpa

Die Büste Karls des Großen. Foto: Oliver Berg

Aachen (dpa) - Die Kaiserstadt Aachen hat am Wochenende das Jubiläumsjahr zum 1200. Todestag Karls des Großen mit feierlichen Gottesdiensten eröffnet. Der Frankenherrscher starb am 28. Januar 814 in seiner Lieblingspfalz Aachen.

Im Jubiläumsjahr finden in Aachen rund 100 Veranstaltungen mit Bezug zu Karl dem Großen statt. Höhepunkt ist im Sommer die dreiteilige Ausstellung «Karl Charlemagne der Große» an drei Orten des früheren Pfalzbereichs. Schirmherren der Ausstellung sind Bundespräsident Joachim Gauck, der französische Präsident François Hollande und der italienische Präsident Giorgio Napolitano.

Karl habe grausame Kriege geführt, werde aber auch als Heiliger verehrt, sagte der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff am Sonntag bei der Messe im Aachener Dom, der Pfalzkapelle Karls. Der Schlüssel zum Verständnis liege in seiner Herrschaftsauffassung und seiner Angst vor dem Jüngsten Gericht. Das würde ihn auch für die Missstände in seinem Reich zur Rechenschaft ziehen, habe Karl geglaubt.

«Deshalb betrieb er die strikte Christianisierung und die Förderung von Kirche und Klöstern, von Gottesdienst und Glaubenspraxis», sagte Mussinghoff. Karl habe es als seine Pflicht gesehen, «den heidnischen Völkern den rettenden Glauben an Christus zu bringen».

Bei der Messe mit dem Domchor und dem Sinfonieorchester wurde die berühmteste Darstellung des Frankenherrschers, die Karlsbüste aus der Domschatzkammer, in der Pfalzkapelle präsentiert. Die nach 1349 entstandene Büste prägt das Bild Karls des Großen seit Generationen. Sie enthält die Schädeldecke Karls.

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