Golden Globes - «Glee»
Das «Glee»-Team ist aus dem Häuschen.

Das «Glee»-Team ist aus dem Häuschen.

dpa

Das «Glee»-Team ist aus dem Häuschen.

Beverly Hills (dpa) - Dreifach-Triumph für «Glee»: Die Fernsehserie über einen amerikanischen High-School-Chor ist der große Sieger der Golden-Globes-Gala.

Bereits zum zweiten Mal gewann das Musical den Comedy-Preis. «Glee»-Star Chris Colfer, der den schwulen Teenager Kurt Hummel spielt, wurde zum besten Nebendarsteller in der Comedy- und Musical-Sparte gekürt. Jane Lynch schließlich setzte sich bei der Preisverleihung in der Nacht zum Montag in Beverly Hills als verschlagene Trainerin Sue Sylvester unter den Nebendarstellerinnen durch und verhalf «Glee» damit zum dreifachen Globe-Erfolg bei den TV-Produktionen. Die Serie sollte an diesem Montagabend (17.1.) in Deutschland beim Sender Super RTL starten.

Als beste Miniserie oder bester Film im Fernsehen stach «Carlos - Der Schakal» die auch in München produzierte Roman-Verfilmung «Die Säulen der Erde» aus. In Deutschland war bislang nur die Kinoversion über den Top-Terroristen der 70er und 80er Jahre zu sehen, in Frankreich gab es eine mehrteilige TV-Fassung. In dem Werk spielen unter anderem die deutschen Schauspieler Nora von Waldstätten, Julia Hummer und Christoph Bach mit.

«Mad Men», der Globe-Gewinner der vergangenen drei Jahre in der Kategorie TV-Dramen, wurde von einer neuen Gangsterserie aus dem Amerika der 1930er Jahre verdrängt. «Boardwalk Empire» spielt in der Zeit der Prohibition und wurde ungewöhnlich aufwendig und mit hohen Kosten produziert. Steve Buscemi gewann als Boss der Spielerstadt Atlantic City für «Boardwalk Empire» auch den Hauptdarstellerpreis. Die Dramaserie läuft vom 2. Februar an beim deutschen Bezahlsender TNT Serie.

Al Pacino ließ sich seinen vierten Globe überreichen. Er kam in der Rolle des Selbstmordhelfers Dr. Jack Kevorkian in der HBO-Miniserie «You Don't Know Jack» erneut zu Ehren. Laura Linney verdiente mit ihrer Darstellung als Krebspatientin in «The Big C» eine Trophäe. Die düstere Comedy-Serie wird bisher nicht im deutschen Fernsehen ausgestrahlt.

Jim Parsons, Star der Serie «The Big Bang Theory» (ProSieben), wurde als bester Schauspieler in einer TV-Komödie belohnt. Katey Sagal gewann die erste Globe-Trophäe als Gemma in der Serie «Söhne der Anarchie» über einen fiktiven Motorradclub. Zu Ehren kam auch Claire Danes, die in dem Fernsehfilm «Temple Grandin» die wahre Geschichte einer autistischen Frau nachspielt.

Alec Baldwin und Tina Fey, die Stars der populären Comedy-Serie «30 Rock», gingen in diesem Jahr leer aus. Verlierer war auch die Anwaltsserie «The Good Wife», die zuletzt bei ProSieben zu sehen war.

Die Globes werden von Hollywoods Auslandspresse (HFPA) in 25 Film- und Fernsehkategorien vergeben.

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