Silvesterrakete und Leuchtturmfeuer: Der Jahreswechsel auf der Insel Hiddensee. Foto: Hendrik Schmidt
Silvesterrakete und Leuchtturmfeuer: Der Jahreswechsel auf der Insel Hiddensee. Foto: Hendrik Schmidt

Silvesterrakete und Leuchtturmfeuer: Der Jahreswechsel auf der Insel Hiddensee. Foto: Hendrik Schmidt

Die Basilius-Kathedrale in Moskau. Foto: Sergei Ilnitsky

Silvesterrakete und Leuchtturmfeuer: Der Jahreswechsel auf der Insel Hiddensee. Foto: Hendrik Schmidt

München - ein Lichtermeer. Foto: Peter Kneffel

Malerisch - das Feuerwek über der berühmten Oper von Sydney. Foto: Nikki Short

dpa, Bild 1 von 5

Silvesterrakete und Leuchtturmfeuer: Der Jahreswechsel auf der Insel Hiddensee. Foto: Hendrik Schmidt

Berlin (dpa) - Rund um den Erdball haben unzählige Menschen das neue Jahr 2015 begrüßt. Auf der größten Silvesterparty Deutschlands feierten Hunderttausende am Brandenburger Tor in Berlin. Mit als letzte begingen Einwohner und Touristen auf der US-Pazifikinsel Hawaii den Jahreswechsel.

In der chinesischen Metropole Shanghai kam es hingegen zu einer Tragödie. Bei einer Massenpanik starben mindestens 36 Menschen, Dutzende weitere wurden verletzt.

Das Unglück ereignete sich auf dem Bund, der berühmten Uferpromenade. Dort hatte sich am Abend eine riesige Menschenmenge versammelt. 25 Minuten vor dem Jahreswechsel (16.35 Uhr MEZ) geriet die Menschenmasse in Panik. An dem überfüllten Chen-Yi-Platz wurden 36 Menschen zu Tode getrampelt, wie die Nachrichtenagentur China News in der Nacht zum Donnerstag unter Berufung auf die Regierung der ostchinesischen Hafenstadt berichtete.

Wie es in chinesischen sozialen Netzwerken hieß, sollen nachgemachte Geldscheine aus einem der Clubs in den historischen Gebäuden am Bund geworfen worden sein. Fotos zeigten auf dem Boden liegende Scheine, die wie amerikanische Dollar aussahen.

Als erste feierten die Menschen auf den LINE-INSELN und SAMOA mehr als 15 000 Kilometer östlich von Deutschland das neue Jahr bei sommerlichen Temperaturen von rund 30 Grad. In NEUSEELAND waren die Neujahrsfeierlichkeiten von Regengüssen getrübt worden. Dennoch strömten viele Menschen zu den Stränden, wo sie um 12.00 Uhr MEZ mit Feuerwerken und Konzerten das neue Jahr willkommen hießen.

In Sydney, der Metropole AUSTRALIENS, waren um Mitternacht (14.00 Uhr MEZ) mehr als eine Million Menschen live dabei, als das Riesenfeuerwerk vor der malerischen Kulisse an Oper und Hafenbecken gezündet wurde. Touristen und Anwohner hatten sich bereits Tage zuvor Plätze für das Spektakel gesichert.

CHINAS Hauptstadt begrüßte das neue Jahr mit einer großen Fernsehgala zur Bewerbung Pekings um die Olympischen Winterspiele 2022. Höhepunkt der Veranstaltung am «Vogelnest» genannten Olympiastadion von 2008 waren kurz vor Mitternacht Ortszeit Auftritte von Starpianist Lang Lang und mehreren Olympiasiegern. Eigentlich feiert China nicht Silvester, da dort das neue Jahr nach dem Mondkalender erst am 19. Februar begrüßt wird. Hingegen gab es in der früheren britischen Kronkolonie Hongkong, die seit 1997 als Sonderverwaltungsregion zu China gehört, ein großes Feuerwerk.

Zeitgleich mit China rutschen die Menschen auf den PHILIPPINEN ins neue Jahr - über Manila erhellte ein riesiges Feuerwerk den Himmel. Ähnlich erleuchtet war es dann auch über SINGAPUR.

Bei Tanzmusik und einem bunten Feuerwerk über dem weltberühmten Moskauer Kreml in RUSSLAND begrüßten rund 250 000 Menschen das neue Jahr. Auf dem Roten Platz läuteten Glocken das neue Jahr ein. Bei leichtem Schneefall und gut minus acht Grad Celsius schlenderten Familien mit Kindern über die Hauptstraße Twerskaja Uliza im Zentrum der Millionenmetropole, andere tanzten vor Musikbühnen. An Straßenständen wurden Sekt und Häppchen verkauft. Zwischen Ostsee und Pazifik nahmen nach Angaben des Innenministeriums mehr als fünf Millionen Menschen an insgesamt knapp 9000 öffentlichen Neujahrsfeiern teil. Mehr als 62 000 Sicherheitskräfte taten Dienst.

In BERLIN zählten die Feiernden die letzten Sekunden bis Mitternacht zusammen herunter und lagen sich dann mit Bechern voll Sekt in den Armen. Stargeiger David Garrett spielte zum Jahreswechsel, Mezzosopranistin Katherine Jenkins sang Beethovens «Ode an die Freude». Dazu erhellten rund 6000 Raketen minutenlang den Nachthimmel. Anschließend sprang David Hasselhoff auf die Bühne und sang «Looking for Freedom». Die Berliner Silvesterfeier zählt zu den größten Freiluft-Partys der Welt. Schon weit vor Mitternacht waren die Eingänge wegen des großen Besucherandrangs gesperrt worden. Bei Unfällen mit Silvesterknallern kam in Schleswig-Holstein und in Sachsen je ein Mensch ums Leben.

In FRANKREICHS Hauptstadt Paris staunten Hunderttausende über ein nicht angekündigtes, aber spektakuläres Feuerwerk auf dem Triumphbogen (Arc de Triomphe).

In NEW YORK begrüßten etwa eine Million Menschen mit großem Jubel, Konfetti und ausgelassenem Gesang das neue Jahr auf dem Times Square. Traditionell wurde um Mitternacht ein leuchtender Kristallball an einem Fahnenmast herabgesenkt. Dann stimmten die Feiernden die Lieder «Auld Lang Syne» und «New York, New York» an. Zuvor waren bereits Stars wie Taylor Swift aufgetreten. Trotz eisiger Temperaturen waren viele Menschen schon am Vormittag zum Times Square gekommen, um sich die besten Plätze bei dem auch live im US-Fernsehen übertragenen Spektakel zu sichern. Alkohol und eigenes Feuerwerk waren dabei wie immer nicht erlaubt.

Als letzte feierten Tausende Einwohner und Touristen auf HAWAII. Ein Feuerwerk, das örtliche Hotelketten finanziert hatten, erhellte den berühmten Strand Waikiki.

Ein Dorf in SPANIEN zog den Beginn des neuen Jahres einfach um zwölf Stunden vor. Etwa 50 Bewohner und Besucher von Villar de Corneja feierten den Jahreswechsel schon um 12.00 Uhr mittags. Der Grund: das sehr hohe Durchschnittsalter der Dorfbewohner, das bei 75 Jahren liegt. Der spanischen Silvester-Tradition folgend versammelten sich Bewohner und Besucher auf dem Hauptplatz des Dorfes und verspeisten zu jedem Glockenschlag des Rathausturmes eine Weintraube.

Gleich 16 Mal konnte die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS auf das neue Jahr anstoßen. Mit einer Geschwindigkeit von gut acht Kilometern pro Sekunde überquerte die ISS in der Silvesternacht insgesamt 16 Zeitzonen, wie die russische Staatszeitung «Rossijskaja Gaseta» berichtete.

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