Willem-Alexander und Máxima sind zum Antrittsbesuch in Deutschland – das Regentenpaar will für Oranje Geschäfte ankurbeln.

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König Willem-Alexander und Königin Máxima stellen sich in Berlin dem Blitzlichtgewitter der wartenden Fotografen.

König Willem-Alexander und Königin Máxima stellen sich in Berlin dem Blitzlichtgewitter der wartenden Fotografen.

König Willem-Alexander und Königin Máxima stellen sich in Berlin dem Blitzlichtgewitter der wartenden Fotografen.

dpa, Bild 1 von 2

König Willem-Alexander und Königin Máxima stellen sich in Berlin dem Blitzlichtgewitter der wartenden Fotografen.

Berlin/Wiesbaden. Königswetter ist es nicht in Berlin, aber wenigstens kein Regen im hochwassergeplagten Deutschland zum Empfang für das niederländische Königspaar. Noch sind Willem-Alexander (46) und Máxima (42) gar nicht vorgefahren, da liefern sich Fotografen schon Rangeleien um die beste Position. Ein Gärtner zupft noch am Rasen, ein anderer fegt den Roten Teppich.

Dann kommen sie: Königin Máxima in kupferfarbenem Blazer und Hut, dazu ein knielanger, mit Pailletten besetzter Rock. Der König im dunklen, etwas altmodischen Zweireiher, und alle strahlen um die Wette, auch Bundespräsident Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt im azurblauen Kostüm.

Im Schlosspark die Nationalhymnen, Abschreiten der Ehrenformation, Händeschütteln mit Schülern, Fähnchen schwenkend. „We love you“, tönt es aus der Menge – wir lieben euch! Immer noch Dauerstrahlen auf den Gesichtern. Der Bundespräsident hat es dann aber eilig: „So, danke, wir müssen jetzt essen.“

„Die beiden werden Holland richtig, richtig gut vertreten.“

Jaap Dekker, Blumenhändler

Rein ins Schloss und auch ein paar ernstere Worte bei Salat vom Wiesengockel, Saibling und Zander im Lauchblatt mit Spargel, Erdbeeren und Holunderblüte. Gauck erinnert an die historischen Belastungen, die zu den deutsch-niederländischen Beziehungen bis heute dazugehören. Schon bei seiner Rede zum Befreiungstag in Breda hat er über die deutsche Besatzung und ihre Folgen gesprochen. Heute wendet er diese Erfahrung ins Positive. Wie aus Feinden Freunde werden – das könnten auch andere Länder von Deutschen und Niederländern lernen. Der König dankt in akzentfreiem Deutsch.

In Wiesbaden, am Montag die zweite Station, freut sich ein Blumenhändler besonders auf das Königspaar. Der Niederländer Jaap Dekker schuf einen Blumenstrauß, den ein Mädchen namens Maxima seiner königlichen Namensvetterin überreichen sollte. „Ich habe Wochen darüber nachgedacht, wie er aussehen soll.“ Dekker entschied sich für Töne in Weiß, Perlmutt und Blau.

Das Königshaus der Niederlande geht auf Wilhelm von Oranien (1533-1584) zurück – der in Dillenburg/Hessen geboren wurde. Zur Welt kam er als Wilhelm von Nassau-Dillenburg.

Dekker ist begeisterter Monarchist, seinen Laden hat er in Orange dekoriert. Aufgewachsen sei er unter Königin Beatrix, erzählt der 47-Jährige. Aber auch von Willem-Alexander und Máxima erwartet Dekker viel Gutes: „Die beiden werden Holland richtig, richtig gut vertreten.“

Zumal das Königspaar auch als Handelsreisende mit einer 100-köpfigen Unternehmerdelegation unterwegs ist – als Türöffner für niederländische Unternehmen. Gerade in Süddeutschland könnte mehr gehen, meinen niederländische Firmen. Deshalb ist man hier.

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