Unheilig
2010 war das Jahr von Unheilig.

2010 war das Jahr von Unheilig.

dpa

2010 war das Jahr von Unheilig.

Berlin (dpa) - Riesenerfolg für Musik aus Deutschland: In den Top 10 der Album-Charts 2010 stehen acht Platten von heimischen Künstlern, nur zwei ausländische Stars konnten sich dazwischen schieben.

Abräumer des Jahres ist die Aachener Formation Unheilig um den Frontmann «Der Graf». Insgesamt 20 Mal stand deren Album «Große Freiheit» auf Platz eins der wöchentlichen Charts und sicherte sich damit auch den Sieg in den Jahrescharts.

Auf Platz zwei folgt Deutschrocker Peter Maffay mit seinem Best-of-Album «Tattoos (40 Jahre Maffay)» vor der US-Popdiva Lady Gaga mit ihrem Debütalbum «The Fame», wie das Marktforschungsunternehmen Media Control mitteilte.

Auf Platz vier und fünf wieder deutsche Künstler: Das Duo Ich + Ich rangiert mit «Gute Reise» vor Grand-Prix-Siegerin Lena Meyer-Landrut, die mit ihrem Debüt-Album «My Cassette Player» in der Jahresbilanz auf Rang fünf landete. Die Platte war Mitte Mai, noch vor Lenas Triumph beim Eurovision Song Contest, auf Anhieb auf Platz eins der Wochencharts eingestiegen. Hinter der 19-jährigen Lena liegt die 23-jährige Schottin Amy Macdonald mit «A Curious Thing» in der Jahresbilanz.

Die restlichen Platzierungen in den Top Ten 2010: Platz sieben belegt der deutsch-amerikanische Crossover-Geiger David Garrett mit «Rock Symphonies», dahinter folgen der Soulsänger Xavier Naidoo mit «Alles kann besser werden» sowie die Schlagersängerinnen Helene Fischer («Best of») und Andrea Berg («Schwerelos»).

Die Single-Charts dominiert ein Uralt-Song: «Over The Rainbow» ist das erfolgreichste Lied des Jahres 2010 in Deutschland. In der Jahreshitparade liegt die 1993er Version des Hawaiianers Israel «Iz» Kamakawiwo'ole vor der Fußball-WM-Hymne «Waka Waka (This Time For Africa)» von Shakira und Lenas Grand-Prix-Siegerlied «Satellite». Hinter den Top 3 folgen die Hymne «Geboren um zu leben» von Unheilig und der Spaß-Sommersong «We No Speak Americano» von Yolanda Be Cool & Dcup.

«Over The Rainbow» wurde für den Film «Der Zauberer von Oz» von 1939 geschrieben und in der Version von Judy Garland zum Klassiker. 1993 nahm ihn der schwergewichtige Hawaiianer auf. Mit sanfter Stimme und einer winzig kleinen Ukulele vor dem massigen Körper wurde Kamakawiwo'ole damit auch über das Internet weltberühmt - allerdings erst nach seinem Tod, er erlag 1997 den Folgen seiner Fettsucht. In seiner Heimat Hawaii ist der Mann so etwas wie eine Ikone. Der Song wurde erst im Spätsommer 2010 in Deutschland veröffentlicht - und schaffte es bislang zwölf Mal an die Spitze der wöchentlichen Charts.

Die Plätze fünf bis zehn in den Jahrescharts belegen K'naan mit dem Fußball-WM-Song «Wavin' Flag», der Rapper Stromae mit «Alors on danse», die Band Hurts mit «Wonderful Life» sowie die beiden US-Sängerinnen Keri Hilson («I Like») und Kesha («Tik Tok»).

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