Bill Gates mit seiner Ehefrau Melinda auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.
Bill Gates mit seiner Ehefrau Melinda auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

Bill Gates mit seiner Ehefrau Melinda auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

dpa

Bill Gates mit seiner Ehefrau Melinda auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

New York/Davos (dpa). Zehn Milliarden Dollar (gut 7,1 Milliarden Euro) wollen der Computer-Milliardär Bill Gates und seine Frau Melinda für Impfstoffe gegen Kinderkrankheiten zur Verfügung stellen. Mit dem Geld sollen in den nächsten zehn Jahren Präparate erforscht und in den ärmsten Ländern der Welt bereitgestellt werden, wie das Ehepaar am Freitag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos mitteilte. «Wir müssen dieses Jahrzehnt zu einem Jahrzehnt der Impfstoffe machen», sagte Gates. «In Entwicklungsländern retten und verbessern Impfstoffe bereits jetzt millionenfach Leben. Durch Innovationen wird es künftig möglich sein, mehr Kinder als je zuvor vor dem Tod zu bewahren.»

Gates forderte Regierungen und Wirtschaft auf, mehr in Impfstoffe zu investieren. Das könne innerhalb der nächsten zehn Jahre zu einer drastischen Senkung der Kindersterblichkeit führen. «Impfstoffe sind ein Wunder. Mit nur wenigen Dosen schützen sie ein Leben lang vor tödlichen Krankheiten», sagte Melinda Gates. «Wir haben Impfstoffe zur höchsten Priorität der Gates-Stiftung gemacht, weil wir hautnah ihre unglaubliche Bedeutung für das Leben von Kindern erlebt haben.»

Nach einem von Wissenschaftlern entwickelten Rechnungsmodell könnten den Angaben zufolge mit massiven Investitionen in die Impfung bis zum Jahr 2019 etwa 8,7 Millionen Kinder vor dem Tod bewahrt werden. Dabei seien neue Impfstoffe, die in der Zeit eingeführt werden könnten, noch nicht einberechnet. Die Gates-Stiftung hat nach eigenen Angaben bereits in den vergangenen Jahren 4,5 Milliarden Dollar für Gesundheitsprogramme zur Verfügung gestellt.

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