Ein AfD-Politiker twittert über seine Fahrten mit Bus und Bahn - die Verkehrsbetriebe reagieren mit Humor.

Die Firmen-Urgesteine - Über Jahrzehnte beim selben Arbeitgeber
Ein Zug der BVG. Symbolfoto.

Ein Zug der BVG. Symbolfoto.

Inga Kjer

Ein Zug der BVG. Symbolfoto.

Berlin. Seit Wochen bedankt sich der AfD-Politiker Gunnar Lindemann auf Twitter über die reibungslose Fahrt mit den Berliner Verkehrsbetrieben. Doch das Unternehmen, welches offen für Multi-Kulti wirbt (Slogan: "Weil wir dich lieben") will die plumpen Anbiederungsversuche des rechten Politikers nicht auf sich sitzen lassen. In der Folge entwickelt sich zwischen den beiden Parteien ein amüsanter Schlagabtausch, der die Netzgemeinde erheitert.  

Die Geschichte beginnt am 16. Februar, als Lindemann twittert: „Auf dem Weg ins Abgeordnetenhaus #agh. Natürlich wie immer mit dem #ÖPNV von @BVG_Kampagne und @SBahnBerlin.“ Das Unternehmen kontert prompt mit einem kleinen Seitenhieb: „Gern geschehen. Viele Grüße von Tarek, dem Fahrer.“

 Der Politiker, der gerne auch mal gegen "kriminelle Migranten" wettert, reagiert daraufhin grammatikalisch nicht ganz korrekt. Für die Social-Media-Abteilung der Verkehrsbetriebe eine willkommende Steilvorlage.

 In den folgenden Wochen führen beide Parteien das muntere Spielchen fort. Man darf gespannt sein, wie diese Geschichte einmal enden wird.

Die Berliner AfD suchte in der Vergangenheit immer wieder die Öffentlichkeit im Netz. Vor wenigen Wochen lichtete sich der Abgeordnete Frank Scheermesser mit Hertha-Profi Marvin Plattenhardt ab und veröffentlichte das Bild anschließend im Netz. Nachdem der Fußballspieler erfahren hatte, mit wem er sich hat ablichten lassen, erwirkte er eine einstweilige Verfügung gegen die Partei. Das Foto wurde mittlerweile gelöscht.

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