Jeck
Weiberfastnacht in Köln

Weiberfastnacht in Köln

Eppinger, Stephan

Weiberfastnacht in Köln

Köln. Strahlender Sonnenschein lockte wie jedes Jahr tausende Jecken an Altweiber auf die Straßen. Bereits gegen Mittag waren die Kölner Altstadt samt Heumarkt und Alter Markt sowie der Severinskirchplatz voll von feiernden und teils stark alkoholisierten Karnevalisten. In der rechtsrheinischen Nachbarstadt Leverkusen waren ebenfalls mehrere tausend Jecken in den einzelnen Stadtteilen unterwegs, um die fünfte Jahreszeit einzuläuten.

Die Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort, um durch konsequentes Einschreiten und sichtbare Präsenz für Sicherheit zu sorgen. Aggressive Betrunkene und Straftäter wurden frühzeitig aus dem Verkehr gezogen, sowie mit Platzverweisen belegt. "Aus polizeilicher Sicht sind wir sehr zufrieden mit dem jecken Treiben. Es gab die karnevalstypischen Einsätze, allerdings in keiner bedenklichen Anzahl", resümierte der Einsatzleiter Polizeidirektor Peter Römers gegen 17.00 Uhr am späten Donnerstagnachmittag.

Die erste Festnahme gab es bereits gegen 8.30 Uhr am Neumarkt: Ein 17-jähriger Taschendieb wurde in Polizeigewahrsam genommen. Bis 17.00 Uhr erhöhte sich die Zahl der Taschendiebe auf sechs.

Bis 17.00 Uhr gab es im Kölner Stadtgebiet insgesamt 16 Festnahmen, 14 Ingewahrsamnahmen und 65 Platzverweise. Mit zunehmendem Alkoholpegel stieg gegen Nachmittag die Zahl der Straftaten. Die Beamten mussten bei sieben Körperverletzungen und einer Sachbeschädigung einschreiten. Darüber hinaus wurden zwei Strafanzeigen wegen Widerstand und eine wegen Raubes gestellt. Im Leverkusener Stadtteil Schlebusch feierten die Jecken auf dem Lindenplatz. Hier nahm die Polizei zwei Strafanzeigen wegen Körperverletzung auf.

Wie bereits in den vergangenen Jahren waren sehr viele Jugendliche schon früh am Tag stark alkoholisiert.

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