Angst beim Autofahren
Angst beim Autofahren: Wer sich nach längerer Abstinenz kaum hinters Steuer wagt, kann zum Beispiel bei einem Fahrsicherheitstraining Sicherheit zurückgewinnen. Foto: Jens Schierenbeck

Angst beim Autofahren: Wer sich nach längerer Abstinenz kaum hinters Steuer wagt, kann zum Beispiel bei einem Fahrsicherheitstraining Sicherheit zurückgewinnen. Foto: Jens Schierenbeck

dpa

Angst beim Autofahren: Wer sich nach längerer Abstinenz kaum hinters Steuer wagt, kann zum Beispiel bei einem Fahrsicherheitstraining Sicherheit zurückgewinnen. Foto: Jens Schierenbeck

Bonn (dpa/tmn) - Nach ein paar Jahren ohne Fahrpraxis hat mancher Angst, sich wieder ans Steuer zu setzen. Dann kann es helfen, mit einem Fahrlehrer neben sich die alte Sicherheit zurückzugewinnen. Vielleicht stellt sich heraus, dass die Angst ganz unbegründet ist.

Wer sich nach langer Fahrabstinenz unsicher am Steuer fühlt, kann sich unter Anleitung eines Fahrlehrers wieder in den Verkehr wagen. «Wenn ich mir das Autofahren erst einmal nicht ohne Unterstützung zutraue, suche ich am besten eine Fahrschule auf», empfiehlt Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) in Bonn.

Für einen bestimmten Stundensatz setzt sich der Fahrlehrer auf den Beifahrersitz des Wiedereinsteigers und gibt während der Fahrt Tipps und Ratschläge. «Diese Möglichkeit gibt es, man sollte sie nutzen», rät Rademacher. Die professionelle Unterstützung könne helfen, wieder ein Sicherheitsgefühl zu entwickeln. «Vielleicht sagt der Lehrer auch, dass die eigenen Ängste völlig unbegründet sind.»

Rademacher empfiehlt das angeleitete Fahren zum Beispiel Senioren, die viele Jahre nicht selbst am Steuer saßen, aber nach dem Tod oder einer Krankheit ihres Partners wieder mobil sein wollen. «Da ist es sehr ratsam, auf eine Fahrschule zuzugehen und zu üben.»

Wer sich am Steuer lediglich etwas eingerostet fühlt, kann auch ein Fahrsicherheitstraining absolvieren. Das kostet in der Regel etwa 80 bis 100 Euro. «Dabei kann ich bestimmte Situationen im geschützten Raum trainieren», sagt Rademacher - zum Beispiel richtiges Bremsen.

Generell rät er Führerscheinbesitzern, die lange nicht selbst am Steuer saßen: «Fahren, fahren, fahren.» Das sei wichtig, damit sich die Fahrtätigkeit wieder automatisiere. «Das Beschleunigen, Bremsen und Schalten muss wieder in Fleisch und Blut übergehen.»

Wer mehrere Monate oder gar Jahre nicht gefahren ist, für den sind viele Situationen im Straßenverkehr ungewohnt. «In Innenstädten fällt es schwer, alles im Blick zu halten», nennt Rademacher als Beispiel. «Das Linksabbiegen in einem größeren Kreuzungsbereich mit Fußgängern und Gegenverkehr kann verwirren.» Und auf Autobahnen müssten Wiedereinsteiger erst wieder ein Gefühl für die hohen Geschwindigkeiten entwickeln.

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