40 Prozent der Leuchten an den Autos sind falsch eingestellt.

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Draußen wird’s nicht hell, darum wird auch tagsüber das Licht eingeschaltet. Wichtig ist die richtige Einstellung der Scheinwerfer. (dpa)

Draußen wird’s nicht hell, darum wird auch tagsüber das Licht eingeschaltet. Wichtig ist die richtige Einstellung der Scheinwerfer. (dpa)

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Draußen wird’s nicht hell, darum wird auch tagsüber das Licht eingeschaltet. Wichtig ist die richtige Einstellung der Scheinwerfer. (dpa)

Düsseldorf. Derzeit ist es im Schnitt nur acht Stunden am Tag hell. Wer mit dem Auto unterwegs ist, hat folglich meist die Scheinwerfer angeschaltet, um besser sehen zu können. Doch nicht selten wird er von den Leuchten anderer Wagen geblendet.

Meist weiß der andere Fahrer noch nicht einmal, dass bei seinen Lampen etwas nicht stimmt. Das hat jetzt auch der Licht-Test des ADAC ergeben. So hatten 40 Prozent der getesteten Fahrzeuge falsch eingestellte Haupt- oder Nebelscheinwerfer.

Bei No-Name-Leuchten sind Lichtkegel nicht richtig justiert

Der Grund für die hohe Mängelquote liegt laut ADAC vor allem in sogenanten „No-Name-Lampen“. Bei ihnen käme es häufiger zu einer falschen Einstellung des Lichtkegels. „Es liegt dann ein Fehler in der Grundeinstellung vor.

Diese kann der Fahrer nicht selbst verändern“, so Karin Bauer vom ADAC. Der Missstand müsse in einer Werkstatt behoben werden. Deshalb sollten bei der jährlichen Überprüfung in der Werkstatt auch die Leuchten auf dem Plan stehen.

Wird das Fahrzeug dagegen schwer beladen, kann man das Licht selbst anpassen. „In den älteren Wagen gibt es hierfür ein Rädchen, bei neueren findet sich eine genaue Beschreibung in den Betriebshandbüchern“, so Bauer.

Ein Test des ADAC hat ergeben, dass Xenonleuchten mehr Licht als Halogenleuchten geben. Zudem ist die Lichtverteilung weitaus besser. Auf zusätzliche Nebenscheinwerfer kann man dagegen getrost verzichten, es bringt keine nennenswerte Sichtverbesserung.

Laut einer Studie des Tüv Rheinland würden sich bei einem flächendeckenden Einsatz von Xenonlicht 50 Prozent der schweren Unfälle bei Nacht auf Landstraßen und 30 Prozent der schweren Unfälle auf Autobahnen (und damit 18 Prozent der Todesopfer) vermeiden lassen. Diese Studie basiert auf offiziellen Zahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen, wurde allerdings von einer Initiative der europäischen Beleuchtungshersteller in Auftrag gegeben.

Zudem hat der Test – es wurden 9000 Autos kontrol- liert – ergeben, dass nur 6,7 der Front- und 4,4 Prozent der Heck-, Blink- und Bremsleuchten defekt waren. Mittlerweile muss auch diesen Austausch bei den neuen Fahrzeugen eine Werkstatt durchführen. „Die Wagen sind mit komplizierter Technik ausgestattet“, sagt Bauer.

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