Reifendruck prüfen
Der Reifendruck von Autos sollte mindestens einmal pro Monat überprüft werden. Foto: Markus Scholz

Der Reifendruck von Autos sollte mindestens einmal pro Monat überprüft werden. Foto: Markus Scholz

dpa

Der Reifendruck von Autos sollte mindestens einmal pro Monat überprüft werden. Foto: Markus Scholz

München (dpa/tmn) - Zu geringer Reifendruck kann schnell gefährlich werden. Im Extremfall laufen die Reifen heiß und fangen Feuer. Zu viel Reifendruck ist aber auch nicht gut: Dann verlängert sich der Bremsweg. Regelmäßige Kontrollen sind deshalb dringend zu empfehlen.

Mindestens einmal im Monat sollten Autohalter den Reifendruck ihres Wagens kontrollieren. Dazu rät der TÜV Süd. Wenn der Luftdruck zu gering ist, können Reifen regelrecht heiß laufen, dadurch beschädigt werden und im Extremfall sogar Feuer fangen, warnt die Prüforganisation. Bei höheren Geschwindigkeiten beeinträchtigt mangelnder Reifendruck auch die Fahrstabilität. Außerdem erhöhen schlappe Pneus den Spritverbrauch - nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) um bis zu zehn Prozent.

Ein weiteres Problem ist, dass Reifen mit zu wenig Druck schneller verschleißen. Liegt der Reifendruck 20 Prozent unter dem Soll, kann sich die Laufleistung um rund ein Viertel verringern. Bei weniger als 30 Prozent halten die Reifen etwa nur noch halb so lang, teilt der TÜV Süd unter Berufung auf Erkenntnisse des Reifenherstellers Michelin mit.

Zu viel Druck ist ebenfalls schlecht: Mehr als 0,5 bar über den von den Fahrzeugherstellern vorgegebenen Werten verändern die Haftungseigenschaften und verlängern den Bremsweg. Außerdem lässt die stoßdämpfende Wirkung der Gummis nach. Darunter leiden Fahrkomfort und das Fahrwerk eines Wagens.

Die vorgegebenen Reifendruckwerte gelten grundsätzlich für kalte Pneus. Schon nach weniger als zehn Kilometern Fahrt können sich die Reifen so stark aufwärmen und den Innendruck erhöhen, dass das Messergebnis verfälscht wird, gibt der TÜV Süd zu bedenken.

Ab November dieses Jahres müssen alle neuen Automodelle mit automatischen Reifendruckontrollsystemen ausgestattet sein, die den Fahrer warnen, wenn der Luftdruck nicht stimmt. Dabei unterscheidet man laut den TÜV-Experten zwischen direkten und indirekten Systemen. Direkte Reifendruckkontrollsysteme verfügen in der Regel über Druck- und Temperatursensoren, die im Reifeninnern an der Felge befestigt sind und per Funk regelmäßig Messwerte an ein Steuergerät senden. Von Nachteil ist bei dieser Lösung, dass für Winterreifen auf eigenen Felgen ein zweiter Sensorsatz angeschafft werden muss. Indirekte Systeme überwachen die Raddrehzahlen über die Sensoren des Antiblockiersystems ABS.

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