Der Sommer steht vor der Tür, und mit ihm beginnt die Urlaubs- und Reisesaison. Urlauber sollten gut versichert sein, um im Schadenfall nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben. Das gilt sowohl für die Reisenden selbst als auch für ihr Auto. Kfz-Versicherungen schützen zwar nicht vor einem Unfall, können aber durch eine unbürokratische und schnelle Hilfe die Sorgen um einiges erleichtern.

Laut ADAC-Reisemonitor 2015 (PDF) planen 87 Prozent der Autoreisenden ihren Urlaub in den Monaten Mai bis September. Wer mit dem Auto reist, sollte sich besonders gut vorbereiten und seine Versicherungsunterlagen prüfen. Das gilt vor allem für Reisen ins Ausland: Andere Verkehrsregeln oder Unbekümmertheit – ein Unfall oder eine Panne können schnell passieren. Nach dem Moment des Schreckens heißt es zunächst: Ruhe bewahren und schnell reagieren.

Ist das Auto gut versichert?
Autoreisende stehen vor einem unüberschaubaren Angebot an Versicherungen: Da gibt es Schutzbriefe, die grüne Versicherungskarte oder die Mallorca-Police. Im europäischen Ausland greift mit der grünen Karte die reguläre Kfz-Haftpflichtversicherung. Für eine Sofort-Hilfe bei Pannen und Fahrzeugausfällen vereinbart man zur Voll- oder Teilkasko seines Autos einen Schutzbrief-Service. Fällt der Fahrer aus, so wird das Auto aus dem Ausland abgeholt. Der Wohnort darf maximal 50 Kilometer entfernt sein, damit anfallende Kosten für den Rücktransport oder die Übernachtung erstattet werden. Zusätzlich können mit dem integrierten Schutzbrief-Service Arzneimittel und Ersatzteile verschickt oder Reisedokumente erstattet werden. Für Mietwagen gibt es die sogenannte „Mallorca-Police". Diese gilt – anders als der Name vermuten lässt – nicht nur auf der Baleareninsel, sondern im gesamten europäischen Ausland. Reisende sollten ihre reguläre Kfz-Versicherung prüfen. Denn einige Versicherer bieten die Mallorca-Police in der normalen Versicherung mit an. CosmosDirekt stellt neben Angeboten zu Kfz-Versicherungen sogar Tipps und Checklisten für einen abgesicherten Urlaub mit dem Auto ins Netz. Praktisch für unterwegs sind außerdem diverse Apps. Vor der Reise sollte man sicherstellen, dass der Versicherer einen 24-Stunden-Notruf-Service anbietet.

Was tun, wenn es im Ausland kracht?
Ist ein Schaden entstanden, sollte er noch vor Ort an die Versicherung gemeldet werden. Das kann auf der Seite der Verkehrsopferhilfe mithilfe eines Formulars geschehen. Bei selbstverschuldetem Unfall springt die eigene Kfz-Versicherung ein. Das gilt auch für die Mitinsassen. Bei einem Fremdverschulden kommt die Versicherung des Verursachers für die Schäden bei allen Unfallopfern auf. Liegen keine Dokumente des Unfallgegners vor, so lässt sich die Versicherung beim Zentralruf der Autoversicherer über die Rufnummer +49 40 300 330 300 ermitteln. Bei leichten Blechschäden muss die Polizei nicht informiert werden. Wenn jedoch die Schuldfrage ungeklärt ist, schwere Schäden entstanden sind oder gar Personen verletzt wurden, sollte man die Polizei einschalten. Fotos sind für den Unfallbericht ebenfalls wichtig, um den Unfallhergang nachzuvollziehen.




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