Berlin/Bonn (dpa/tmn) - Nach der Zeitumstellung müssen Autofahrer den Straßenrand besonders im Blick behalten: Der Berufsverkehr rollt dann durch die Dämmerung, in der viele Rehe unterwegs sind.

Nach der Umstellung auf die Sommerzeit am Sonntag (25. März) steigt die Gefahr von Wildunfällen. Da die Uhren eine Stunde vorgestellt werden, rollt der Berufsverkehr vornehmlich durch die Morgendämmerung, in der Rehe sehr aktiv sind, warnt der Deutsche Jagschutzverband (DJV). Besonders an Waldrändern und Feldern sei die Gefahr groß, mit einem Tier zusammenzustoßen. Rehe begeben sich früh morgens von ihren Schlafplätzen im Wald zur Nahrungssuche und müssen dabei häufig Straßen überqueren.

Zum Schutz vor Wildunfällen sollten Auto- und Motorradfahrer in der Nähe von Waldgebieten nicht schneller als 60 bis 80 km/h fahren, rät der Deutsche Tierschutzbund. Bei dieser Geschwindigkeit könne in der Regel rechtzeitig gebremst, gehupt und das Fernlicht abgeblendet werden, damit Tiere am Straßenrand einen Fluchtweg finden.

Rehe verursachen nach DJV-Angaben 90 Prozent aller Wildunfälle in Deutschland. Im vergangenen Jagdjahr zwischen April 2010 und März 2011 registrierte der Verein mehr als 200 000 überfahrene Rehe und rund 3400 im Verkehr getötete Wildschweine. Für Fahrzeuginsassen sei die Gefahr groß, bei einen Wildunfall schwer verletzt zu werden. Denn eine Kollision beispielsweise mit einem 80 Kilogramm schweren Wildschwein bei Tempo 50 bedeute ein Aufprallgewicht von rund zwei Tonnen, betont der DJV.

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