Überflutete Straßen meiden
Dem Wagen zuliebe sollten Autofahrer überflutete Straßen und größere Wasserflächen meiden.

Dem Wagen zuliebe sollten Autofahrer überflutete Straßen und größere Wasserflächen meiden.

dpa

Dem Wagen zuliebe sollten Autofahrer überflutete Straßen und größere Wasserflächen meiden.

Landsberg (dpa/tmn) - Größere Wasserflächen auf der Fahrbahn sind für Autofahrer tabu. Wer überflutete Passagen auf durchfährt, ohne zu wissen, wie hoch das Wasser tatsächlich steht, riskiere einen kapitalen Motorschaden, warnt Manfred Groß vom ADAC-Technikzentrum.

Taucht ein Auto tiefer als bis zur Unterkante des vorderen Stoßfängers ab, kann der Motor Wasser statt Luft ansaugen. Außerdem drohen Kurzschlüsse in der Bordelektronik. «Dann ist die Fahrt schlagartig vorbei und das Auto kaputt», erläuterte Groß.

Das Tauwetter hat am Freitag (7. Januar) in Rheinland-Pfalz zu ersten Überflutungen geführt. Überschwemmungen drohten in mehreren Teilen Deutschlands. Vor allem Rhein und Mosel sollten nach Angaben von Experten in den kommenden Tagen weiter anschwellen.

Die Wassertiefe auf überfluteten Fahrbahnen oder unter vollgelaufenen Überführungen ist meist nur schwer auszumachen. «Als Orientierungshilfe können Bordsteine dienen: Sind diese unter Wasser, wird es für die meisten Autos riskant», erklärte der ADAC-Experte. Einen Hinweis auf die Wassertiefe können auch vorausfahrende Autos liefern. Doch Vorsicht: Fahrzeuge mit hoher Bodenfreiheit wie Geländewagen lassen sich problemlos durch deutlich tiefere Wasserlachen manövrieren als die meisten anderen Autos.

Besonders gefährlich sind Stellen, an denen Wasser quer über die Straße strömt. «Angespülte Ablagerungen machen dort den überfluteten Asphalt oft sehr glitschig», erklärte Groß. «Dann können die Reifen die Bodenhaftung verlieren und Fahrzeuge von der Straße in den nächsten Graben geschwemmt werden - das wird häufig unterschätzt.»

Im Zweifelsfall machen Autofahrer vor einer Wasserlache besser kehrt und suchen einen sicheren Weg, rät Groß. Geht der Wagen bei einer Wasserdurchfahrt aus und lässt sich nicht mehr starten, haben die Insassen keine Wahl: «Dann kann nur noch der Pannendienst oder die Feuerwehr weiterhelfen», so der ADAC-Experte. Steigt das Wasser an, während Hilfe unterwegs ist, sollten alle Passagiere den Wagen verlassen und sich vorsichtig zu Fuß auf trockenen Boden retten.

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