Ab März gibt es den neuen 911er als Cabrio. Angeboten werden 350 und 400 PS.

Porsche 911 Cabrio
Formstabil und faltbar: Das neue Verdeck, das Porsche erstmals am 911 Cabrio montiert, vereint laut Hersteller die Vorzüge von Hardtops und Stoffdächern. (Foto: Porsche)

Formstabil und faltbar: Das neue Verdeck, das Porsche erstmals am 911 Cabrio montiert, vereint laut Hersteller die Vorzüge von Hardtops und Stoffdächern. (Foto: Porsche)

dpa

Formstabil und faltbar: Das neue Verdeck, das Porsche erstmals am 911 Cabrio montiert, vereint laut Hersteller die Vorzüge von Hardtops und Stoffdächern. (Foto: Porsche)

Düsseldorf. Da steht er, der Elfer mit dem Stoffverdeck. Noch ist es geschlossen und die Silhouette des Cabrios unterscheidet sich in keiner Weise von der seines Bruders mit dem festen Blechdach. Selbst die Fahrzeughöhe ist die gleiche. Wir wollen aber offen das Porsche-Fahrgefühl erleben. Schon bevor wir den Innenraum entern, können wir per Knopfdruck am Fahrzeugschlüssel das Dach verschwinden lassen.

Lediglich 13 Sekunden dauert der Vorgang bis zur Herrlichkeit, in der die Stoffmütze in seinen vorgegebenen Platz hinter den beiden Rücksitzen verschwindet. Das Verdeck mit einer überaus gewichtsarmen Leichtmetallkonstruktion faltet sich dabei Z-förmig zusammen. Eine weitere Besonderheit sind die vier Magnesium- Platten, die in geschlossenem Zustand eine feste Fläche bilden und um die sich das Stoffdach spannt.

Jetzt aber einsteigen, den Sechszylinder-Boxer im Heck starten, den Wahlhebel des Doppelkupplung-Getriebes in die entsprechende Position schieben und es geht los: 257 kW/350 PS warten. Die für ein offenes Auto unabdingbaren Verstärkungen der Karosseriestruktur sind so umfassend ausgefallen, dass sie auch nicht die geringsten Anzeichen von Verwindungen zeigt. Und trotz der spürbar verbesserten Stabilität wiegt der neue offene Elfer 60 Kilogramm weniger als sein Vorgänger. Der Wagen liegt wie das sprichwörtliche Brett auf der Straße. Die Lenkung arbeitet präzise, leichtgängig und trotzdem kommt auch nicht für den kleinsten Moment das Gefühl auf, nicht über das hundertprozentige Gefühl für die Straße zu verfügen. Das automatisierte Getriebe schaltet schnell und immer im richtigen Moment in die nächste Fahrstufe der sieben Vorwärtsgänge und beim Abbremsen vor engen Kurven mit Zwischengas gekonnt runter.

Wer den Sportmodus wählt, hat nicht nur kürzere Schaltzeiten, ein agileres Ansprechen auf Gaspedalbefehle und eine nochmals präziser arbeitende Lenkung, sondern auch eine Soundkulisse aus der Sportauspuffanlage, wie sie sich für einen echten Sportwagen aus Zuffenhausen gehört. Der Sechszylinder- Boxer brabbelt, hüstelt und trompetet, dass es nur so eine Freude ist. Ungehindert lassen wir die 350 PSMaschine über 7 000 Touren drehen und die Gehörgänge mit seinem kernigen Sound durchpusten. Ein per Knopfdruck ausfahrbares Windschott schützt bei hohem Tempo vor unnötigen Windverwirbelungen im Inneren des Elfer Cabrios.

Aber wir wollen auch wissen, wie es sich mit geschlossenem Dach anfühlt. Dafür müssen wir nicht anhalten, sondern lediglich unser Tempo auf unter 50 km/h reduzieren. Per Knopfdruck öffnet sich während der Fahrt der Verdeckkasten und das Stoffverdeck stülpt sich schützend über den Innenraum. Gleichzeitig verschwindet das Windschott und gibt wieder den Platz für die beiden hinteren Sitze frei. Eine nicht erwartete Ruhe erfüllt jetzt den Innenraum. Keinerlei Windgeräusche, lediglich dezenter an die Ohren dringender Motorensound vermelden, dass der Motor des Porsches arbeitet.

Für 100 532 Euro kann das Auto gekauft werden. Das ist die schwächere Version des Elfers mit 3,4 Liter Hubraum und 257 kW/350 PS. Für den 911 S Cabrio mit 294 kW/400 PS sind wenigstens 114 931 Euro auf den Händlertisch zu blättern.

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