Der SUV rollt auch mit einem kleinen Turbo-Benziner an. Das Triebwerk macht gar keine schlechte Figur.

Schick in Schale: der Qashqai
Schick in Schale: der Qashqai

Schick in Schale: der Qashqai

Feine Zeiger im übersichtlichen Cockpit.

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Schick in Schale: der Qashqai

Düsseldorf. Man baue ein Auto, irgendwie zwischen Offroader und Kombi, und gebe ihm einen Namen, den kaum jemand aussprechen, geschweige denn fehlerfrei schreiben kann. Mit dieser mutigen Marketing-Strategie schickte sich Nissan 2007 an, den Qashqai in den gut bestückten Markt der beliebten SUV zu platzieren.

Der Name - geliehen von einem iranischen Nomadenstamm - hat offensichtlich nicht so abschreckend gewirkt. Denn seither verkauft sich der ruhelose Rumtreiber fast wie von selbst, und das nun schon in der zweiten Auflage.

Der Modellwechsel hat dem Wagen nicht nur ein flotteres Äußeres beschert. Auch technisch setzt der nette Nomade durchaus Maßstäbe für die Konkurrenz. Die Karosserie ist knapp fünf Zentimeter länger, dafür aber etwa 1,5 Zentimeter flacher als beim Vorgänger.

Diese Kombination und der gestreckte und bei weitem Netter Nomade nicht mehr so bullige Vorbau sorgen für eine sportliche Linie des Qashqai. In Sachen Motorisierung postuliert Nissan keine noch nie dagewesene Sportlichkeit, wohl aber solide Fahrleistungen bei vernünftigem Verbrauch.

Für derlei Qualitäten steht auch der bisher einzige verfügbare Benziner. Seine vier Zylinder pressen 115 PS (85 kW) aus 1,2 Litern Hubraum bei einem Drehmoment von gerade einmal 190 Nm auf die Vorderräder. Das ist bei etwa 1,4 Tonnen Leergewicht nichts Atemberaubendes. Fährt man los, bestätigt sich anfangs dieser Eindruck.

1,2-Liter-Benziner mit 115 PS (85 kW), 1,5-Liter- Diesel mit 110 PS (81 kW) sowie ein 1,6-Liter- Diesel mit 130 PS (96 kW) PREIS Benziner von 19 900 bis

Benziner von 19 900 bis 27 800 Euro; Diesel von 22 040 bis 33 900 Euro

Das Triebwerk wirkt müde und zögerlich, wartet aber eigentlich nur auf den beherzten Tritt aufs Gaspedal. Gibt man ihm die Knute, hetzt der Wagen dann aber willig durch die sechs Gänge und nickt nach knapp elf Sekunden die Tempo-100- Marke ab. Bei Belieben rafft sich das Triebwerk auch bis 185 km/h auf, verspielt dann aber jedweden Vorteil beim Spritverbrauch.

Der nämlich kann sich gerade im Stadtund Überlandverkehr mehr als sehen lassen und pegelt sich tatsächlich bei Werten unter sieben Litern ein. Geht es aber auf die Autobahn, braucht der turbobeatmete Motor dann ordentlich Futter, um Leistung abzurufen und genehmigt sich fast neun Liter.

Der akustische Auftritt des Vierzylinders ist unterhalb von 3 000 Touren wohltuend temperiert und zurückhaltend. In Kombination mit vorzüglicher Geräuschdämmung garantiert das ein sehr komfortbetontes Fahrgefühl. Das wird durch die Qualitäten des Innenraumes noch verstärkt.

Neben erstklassig geformten und hervorragend gepolsterten Sitzen vermag der Qashqai auch mit zeitgemäßen und hochwertigen Materialien zu begeistern. Schick sind die Armaturen. Die Rundinstrumente bilden über filigrane Zeiger und Skalierungen die Tempo- und Drehzahlwerte ab.

Im kleinen Bildschirm zwischen den beiden Rundinstrumenten lassen sich je nach Konfigurierung die für den Wagen verfügbaren Assistenzsysteme einblenden. Neben gängigen Distanz- und Spurwechselund Kollisionswarnern wartet der Qashqai optional mit der empfehlenswerten Verkehrszeichenerkennung auf. Der Kofferraum bricht mit 430 bis 1 585 Liter keine Rekorde, ist aber dank der Zweiteilung des Ladebodens praktisch zu unterteilen.

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