Der brandneue 3er legt sich selbstbewusst mit dem Golf an.

Frei Schnauze: Auch den Mazda3 ziert nun die prägnante Kühlerfront der Skyactiv-Familie.
Frei Schnauze: Auch den Mazda3 ziert nun die prägnante Kühlerfront der Skyactiv-Familie.

Frei Schnauze: Auch den Mazda3 ziert nun die prägnante Kühlerfront der Skyactiv-Familie.

Tacho oder Tourenzähler: Je nach Ausstattung zeigt das Rundinstrument entweder Tempo oder Drehzahl an.

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Frei Schnauze: Auch den Mazda3 ziert nun die prägnante Kühlerfront der Skyactiv-Familie.

Düsseldorf. Es wird wieder ein wenig enger und unruhiger auf dem Golf-Platz, soviel ist schon mal klar. Wenn am 18. Oktober der brandneue Mazda3 in den Schauräumen der Händler steht, bekommt das Segment einen potenten Nebenbuhler, der dem Platzhirsch von VW das Revier streitig machen will.

Mazda setzt mit dem frischen Dreier zuvorderst auf Optik. Die Front ist klar angelehnt am neuen Mazda6 und an dem schon einige Monate länger laufenden SUV CX-5. Wiedererkennung ist alles, und so grinst auch der Dreier breit über das ganze Gesicht mit einem Kühler, der an das Maul eines Walhais erinnert.

Einziger sofort sichtbarer Unterschied zum großen Bruder: Die Kennzeichenplatte sitzt unschön mitten auf dem Kühlergrill und nicht wie beim 6er darunter. Das nimmt dem Design etwas die Wirkung. Die flache Silhouette indes lässt den Wagen recht erwachsen erscheinen, und besonders die Limousine mit dem Stufenheck (erhältlich ab Februar 2014) deutet eine respektable Größe an.

Die Skyactiv-Saugbenziner verweigern sich dem Trend zum Downsizing und arbeiten weiterhin mit Hubräumen von 1,5 und zwei Litern. Nur der 2,2-Liter-Diesel bekommt die Druckbeatmung eines Turboladers. Gemeinsam ist allen Triebwerken die identische Verdichtung. Die bewegt sich bei 14:1, was für einen Benziner außergewöhnlich hoch, für den Diesel indes auffällig niedrig ist.

Die Basis-Benziner mit 100 PS (74 kW) sowie 120 PS (88 kW) fräsen beim Antritt nicht unbedingt Fugen in den Straßenbelag, sind allerdings auf dem Weg zur Höchstgeschwindigkeit immer da, wenn man sie braucht. Konsequent mit sechs manuellen Gängen bestückt gibt das Getriebe die angebotene Kraft optimal an die Vorderräder weiter.

Saugbenziner mit 1,5 und zwei Litern Hubraum; Leistung  100 PS ( 74 kW), 120 PS (88 kW)  und 165 PS (121 kW) Verbrauch zwischen  etwa fünf bis sieben Liter; 2,2-Liter-Diesel mit 150 PS (110 kW) und einem Verbrauch von  4,8 bis sechs Litern auf 100 Kilometer.

Verfügbar anfangs nur als Kompakt-, später auch als Stufenheckmodell in den Ausstattungslinien Prime-Line, Center-Line und Sports-Line Einstieg mit 16 990 Euro für den Basisbenziner mit 100 PS (74 kW); teuerster Benziner (165 PS/121 kW) mit 25 290 Euro; Diesel von 24 390 bis 27 890 Euro; Stufenheck generell 500 Euro teurer.

Besonders zwischen 2 500 und 3 000 Touren beißt der Motor beherzt zu und schiebt den Wagen kraftvoll an. Am Ende steht die Tachonadel bei gut 180 bzw. 195 km/h. Noch etwa 20 km/h schneller und kultiviert kraftvoll ist der 165-PS-Saugbenziner, der zumindest im Normzyklus auch nicht viel mehr Treibstoff verbraucht. Generell liegen die Benziner zwischen möglichen 5,5 und 6,5 Litern.

Der Dieselmotor verlässt sich beim Kraftsport auf den Biturbo, der aus dem Drehzahlkeller heraus bei 2,2 Litern Hubraum für 150 PS (110 kW) und sportlich 380 Nm Drehmoment sorgt. Diesen Auftritt legt er akustisch zurückhaltend hin.

Der Mazda3 geht beim Innenraumkonzept den Weg seiner Familie. Der lange Radstand streckt den Innenraum, ohne aber die Komfortmaße eines Mazda6 zu erreichen. Allerdings sitzt man auch im Dreier sehr bequem. Besonders die straff durchstrukturierten Sitze haben daran Anteil. Im Cockpit dominiert ein einziges großes Rundinstrument, dass entweder den Tachometer oder in der höchsten Ausstattung den Drehzahlmesser beherbergt.

Bei letzterer Variante wird die Geschwindigkeit sowie der Rest der bedeutsamen Betriebszustände digital in kleinen Fenstern abgebildet. Nicht neu, aber durchaus schick ist das Überkopf-Display, das die Werte in ein kleines Klappschirm in Augenhöhe einspiegelt.

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