Zum Jubiläum putzen die Japaner ihren Roadster MX-5 ordentlich heraus.

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Der erste MX-5 startete vor 20 Jahren mit Schlafaugen- Scheinwerfern.

Der erste MX-5 startete vor 20 Jahren mit Schlafaugen- Scheinwerfern.

Der Jubiläums MX-5 - schön "in die Jahre gekommen".

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Der erste MX-5 startete vor 20 Jahren mit Schlafaugen- Scheinwerfern.

Düsseldorf. Als Mazda sich vor gut 20 Jahren dazu entschloss, einen preiswerten Roadster zu bauen, dachte wohl niemand am Stammsitz in Hiroshima daran, welche Erfolgsgeschichte der kleine Zweisitzer einmal schreiben würde. Seit drei Generationen wird der Wagen nun gebaut - die erste Generation noch mit dem unverwechselbaren "Aufschlag" der Schlafaugen- Scheinwerfer.

20 Jahre Mazda MX-5 sind aber auf alle Fälle eines: ein Grund zum Feiern. Oder wie in der Branche üblich: Anlass für ein Sondermodell. Und so wird der sympathische Zweisitzer in einer durchnummerierten 2 000-Stück-Sonderedition "20th Anniversary" gebaut, wovon 500 Exemplare für Deutschland vorgesehen sind.

Der Jubiläums-MX-5 fährt als Roadster auf - trägt also die Stoffmütze. Einzig verfügbare Motorisierung ist der agile 1,8-Liter-Benziner. Er setzt 126 PS (93 kW) frei und stemmt 167 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle. Geschaltet wird manuell über fünf Gänge, die knackig einrasten.

Die Antriebsphilosophie bleibt unverändert. Der Motor sitzt vorn, der Antrieb erfolgt über die Hinterachse. Diese ausgeglichene Gewichtsverteilung bewirkt ein stabiles, jederzeit beherrschbares Fahrverhalten auch bei höherem Tempo oder in Kurven. Der Geburtstagsroadster setzt eigene optische Akzente.

So zieren Chromapplikationen den Kühlergrill, die Türgriffe und die Nebelscheinwerfer. Der Sportler rollt standesgemäß auf 17-Zoll-Leichtmetallfelgen im feinen Speichen-Design und 205er Breitbereifung an. Eine nummerierte Edelstahlplakette an der Einstiegsleiste deutet auf die limitierte Stückzahl hin. Zudem verbreiten Edelstahlpedale und spezielle Fußmatten einen besonderen Chic.

Was unverändert bleibt, ist das MX-5-typische Handling. Das beginnt damit, dass man in einen MX-5 nicht einfach so einsteigt. Eine gewisse Körperbeherrschung wird schon verlangt, wenn man sich den Roadster förmlich "anzieht". Die straffen, hervorragend sportlich geformten Sitze sind baubedingt nur begrenzt verstellund verschiebbar. Das macht es groß gewachsenen Zeitgenossen nicht leicht, die passende Sitzposition zu finden. Das manuell bedienbare Verdeck lässt sich schwungvoll nach hinten werfen und rastet - besser als bei früheren Modell-Generationen - flach und bündig in einer eigenen Mulde vor dem Kofferraumdeckel ein.

Der Motor schiebt in weniger als zehn Sekunden den gut eine Tonne wiegenden Wagen auf Tempo 100. Ende der Jagd ist bei 194 km/h. Richtig zu Hause ist der MX-5 auf kurvigen Landstraßen. Dort spielt der vier Meter lange Wagen seine Wendigkeit fast spielerisch aus. Das wird auch an der Zapfsäule nicht getrübt, denn mit gut acht Litern Super ist der Verbrauch akzeptabel. Der Geburtstags-MX-5 geht zum Festpreis von 21 990 Euro an den Kunden.

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